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Ein etwas anderer Sonnabend-Nachmittag

Weder Fußball noch Disco oder Grillen spielten am 15.06.2019 die Hauptrolle bei den Mitgliedern das ASV Kandel. Diese trafen sich gegen 15.00 Uhr am Polizeiweiher, um dort eine Doppelveranstaltung zu gestalten und zu erleben.

Die inoffizielle Vereinsmeisterschaft im Angeln bzw. das Helferfest nach dem Karfreitag-Fischessen standen auf dem Terminkalender und die Rahmen-bedingungen können als hervorragend bezeichnet werden. Angenehme Temperaturen, glatte Wasseroberfläche, ein gut präpariertes Gelände und ein ansprechendes Beißverhalten der Fische sorgten für Kurzweil und Spaß. Die erste Hälfte des Events dauerte von 15.00 Uhr bis 19.00 Uhr und es gingen mittlere Brassen, Rotfedern, Rotaugen und auch Schleien an den Haken. Insgesamt 12 Teilnehmer ermittelten ihren Fischerkönig bei den Erwachsenen und den Jugendlichen. Eine Brasse von 66o Gramm verhalf Klaus HENGEN zum Sieg bei den Senioren. Bei den Jugendlichen gab es ein Unentschieden und somit zwei Gewinner. Die Brasse von David WITTECK und die Rotfeder von Niklas KOCH waren gleichschwer (oder besser gesagt gleichleicht).Unsere diesjährigen „Titelträger“ präsentieren wir mit den Vorständen Michael JUNG und Christoph SCHMID auf dem obligaten Siegerfoto.

Nachdem die erfolgreichen Petrijünger ihre Preise erhalten hatten, wurden auch die Passivbesucher belohnt. Die Familie JUNG aus Minderslachen bewies einmal mehr ihre Kochkünste und es gab für alle Helfer der zurückliegenden Veranstaltungen „Brasilianischen Rahmbraten mit Kartoffelsalat“, der von  den Besuchern dankbar angenommen wurde. Nicht einmal dem „Störfaktor“ Schnaken gelang es, diesen angenehmen Tag in Frage zu stellen bzw. die gute Laune der Anwesenden zu beeinträchtigen. Die Vereinsführung bedankt sich bei allen, die auf unterschiedlichste Weise zum angenehmen Aufenthalt vor Ort beitrugen.

Königsfischen

Ringelnatter

Ein (harmloses) Reptil lässt grüßen

Anlässlich der zurückliegenden Arbeitseinsätze im Uferbereich des Polizeiweihers kam es mehrfach zu Kontakten mit der als harmlos und scheu geltenden Ringelnatter, die eindrucksvoll zeigte, welch ausgezeichnete Schwimmerin sie ist. Zumeist hält sie sich jedoch außerhalb des Wassers auf, welches sie nur zur Flucht oder der Jagd nach Fischen und Amphibien aufsucht. Für „natrix-natrix“, die aufgrund zweier halbmondförmiger Flecken am Hinterkopf eindeutig und leicht von anderen Schlangen zu unterscheiden ist, ist der Polizeiweiher Fluch und Segen zugleich. Während das Nahrungsangebot an Kröten und deren Kaulquappen bzw. kleinen Fischen keine Schwierigkeiten bereitet, hat sich in den „oberen Etagen“ des Waldrandes ein absoluter Fressfeind etabliert. Nicht zuletzt die Ringelnatter steht bei unserer großen Graureiherkolonie weit oben auf der Speisekarte. Somit ist es nachvollziehbar, dass die Natter die Arbeiten im Uferbereich als Störung empfindet und das Weite sucht, ohne sich jedoch allzu deutlich zu präsentieren. In der Bildmitte kann das Reptil auf der Flucht vor Mensch und Reiher ausgemacht werden.


Arbeitseinsatz

Im Rahmen eines Arbeitseinsatzes am 25.05.2019 galt ein Hauptaugenmerk dem westlichen Teichufer, welches zunächst durch Freischneiden und Mähen „kosmetisch“ aufbereitet wurde. Danach waren Marvin und Thomas an der Reihe (siehe Bild), die mehrere Blöcke von Uferbepflanzung in die Struktur einbrachten und somit die Stabilität am Gewässerrand festigten. Diese Maßnahme war erforderlich geworden, da Teile der bisherigen Vegetation in diesem Bereich weggebrochen waren, was wohl auch auf die Aktivitäten unserer Nutria zurückzuführen sein dürfte. Die stabilisierenden Pflanzenblöcke wurden uns vom Vereinsmitglied Jürgen Persohn zur Verfügung gestellt, wofür wir uns herzlich bedanken. Weitere Maßnahmen dieses Tages dienten dazu, den Besuchern des anstehenden „Königfischens“ (Samstag, 15.06.2019, 15.00  bis 19.00 Uhr) ein gepflegtes und kultiviertes Veranstaltungsgelände prä-sentieren zu können. Allen Mitwirkenden sagt die Vereinsleitung Dankeschön.

Arbeitseinsatz

Mitgliederinformation

In der 21. Kalenderwoche fand vor dem Verwaltungsgericht Neustadt/Wstr. eine mündliche Verhandlung statt, welche sich auf eine bauliche Maßnahme  an einer Wasserkreuzung im Minfelder Wiesental bezog, welche auch für unseren Verein und die Stadt Kandel bedeutsam ist. Dies deswegen, weil an dieser Örtlichkeit der Frischwasserzufluss für den Mühlbach reguliert wird, welcher sich bekanntermaßen auch auf unsere beiden Gewässer auswirkt. Das Ergebnis war, dass der bisherige Zustand, welcher auch für den „Wassernotstand“ und das Fischsterben hinter dem Schwanenweiher im letzten Jahr mit ursächlich gewesen sein dürfte, nicht der Rechtslage entspricht. Somit muss für diese Baulichkeit ein neues Planfeststellungsverfahren eingeleitet werden, welches die Belange des Klägers mehr berücksichtigt. Auch für die Interessen der Stadt Kandel als Eigentümer von „Polizeiweiher“ und Schwanenweiher ist diese Entscheidung richtungsweisend, da nun die letztjährige Situation vermieden werden kann. Vor diesem Hintergrund erfolgten am 28.05.2019 eine Besichtigung der Örtlichkeiten und eine Erörterung der Lage durch den Verbandsbürgermeister und die Angehörigen des ASV, Michael JUNG aus Minderslachen und Fritz ARNOLD. Ebenfalls anwesend war ein für die Gräben und Bäche zuständiger Sachbearbeiter der Verbandsgemeinde. Seitens dieser Behörde wird man sich in das anstehende Planfeststellungsverfahren einbringen, um eine intensivere Wasserzufuhr für unsere Gewässer zu bewerkstelligen. Wir werden Euch über den Fortgang des Verfahrens informieren.

Michael JUNG/Minderslachen                       Fritz ARNOLD


Revierkämpfe

Revierkämpfe der Wasservögel im Frühjahr

Mit Beginn des Frühjahres setzen auch am Polizeiweiher regelmäßig Revierkämpfe bei Wasservögeln ein, welche primär mit dem anstehenden Brut- und Fortpflanzungsverhalten zusammenhängen. Noch vor Jahren war die Stockente das angestammte Federvieh an unserem Gewässer; diese wich jedoch zunehmend aus an die Bäche und Gräben der Umgebung, weil die temperamentvolle Nilgans ihnen die Vorherrschaft streitig machte. Es konnte oft beobachtet werden, wie intensiv diese Gans ihre Brutpflege betreibt und sich gegen alle Störungen und Gefährdungen wehrhaft zeigte.  Inzwischen hat sie aber wohl auch ihren „Meister gefunden“, denn in letzter Zeit etablierten sich die körperlich noch stärkeren Kanadagänse an der Westseite des Weihers, von wo aus sie „ihr Revier“ sehr laut und aggressiv verteidigen. Unsere Aufnahme belegt, wie erfolgreich die beiden Invasoren das Gewässer derzeit vereinnahmen und keine anderen Wasservögel in der Nähe dulden.


Ein Wiedersehen mit einem alten Bekannten

Der fast schon legendäre weiße Koi des Schwanenweihers, den wir an dieser Stelle schon einmal präsentiert hatten, hat wohl seinen Standort verändert. Er kann derzeit fast täglich in den Morgenstunden im Bereich des Wassereinlaufs angetroffen werden, wo er augenscheinlich die (zeitweilige) Frischwasserzufuhr aus dem Mühlbach sucht. Ohne Scheu und fast bewegungslos, von einigen leichten Schlägen der Schwanzflosse abgesehen, steht er in der leichten Strömung und genießt das morgenfrische Wasser, welches ihm durch das geöffnete Maul und die Kiemen strömt. Eigentlich ein Bild voller Harmonie und Zufriedenheit, wenn man davon ausgehen kann, dass dieser Zustand auch in einem prognostizierten Trockensommer 2019 anhält. Unserem Jugendvertreter Christoph TRAUTH danken wir für dieses Foto.
weißer Koi

Frühjahrsputz

Frühjahrsputz

Um an unseren beiden Weihern eine geregelte Frischwasserzufuhr zu gewährleisten, ist es erforderlich, dass auch das in einen Flutgraben führende Abflussrohr am südlichen Teichufer einer regelmäßigen Säuberung unterzogen wird. Dies geschah am 13.05.2019, nachmittags, durch unser „Expertenteam“ Michael JUNG und Uwe KUNTZ, welche mit den baulichen Besonderheiten dieser Anlage vertraut sind. Mittels einer speziellen Spirale und unter Einsatz sogenannter Watthosen konnte der Abwasserdurchfluss verbessert werden, weswegen für die Sommermonate mit einer besseren Wasserqualität zu rechnen ist. Zusätzlich werden demnächst auch die beiden Wasserbelüfter installiert und eingesetzt, welche im zurückliegenden Jahr schon dazu beitrugen, eine prekäre Situation für die Fischpopulation zu vermeiden. Zur allgemeinen Erheiterung trug vor Ort ein Fehltritt des Schriftführers bei, der ein unfreiwilliges Fußbad bei einstelliger Wassertemperatur zur Folge hatte.


Aktuelle Notsituation

eine vorübergehende Notsituation für die Wasserpopulationen im Mühlbach in Höhe des Staubeckens an der Grillhütte Kandel wurde am Freitag, den 03.05.2019, nachmittags, festgestellt. Dort traf ein nur noch etwa 5o/6o cm breites Rinnsal an Frischwasser ein, weswegen die im Becken vorhandenen Fische im Schlamm zappelten und teilweise umgesetzt wurden. Eine ähnliche Situation hatte sich bereits im Sommer 2018 ergeben und die damalige Ursachenforschung führte unter anderem zu einer baulichen Veränderung an einer Bachkreuzung im Wiesental in Minfeld, wodurch eine Steigerung der Frischwasserzufuhr in den Otterbach herbeigeführt wurde. Gleichzeitig ergab sich eine Reduzierung des Wasseraufkommens für den Mühlbach, was zu diesen unerfreulichen Folgen geführt haben dürfte. Inzwischen führte auch ein regenreiches Wochenende wieder zu einer Normalisierung der Lage; aufgrund der Wetterprognosen für das Sommerhalbjahr muss jedoch eine Wiederkehr solcher Notlagen befürchtet werden, sofern keine wirksamen Gegenmaßnahmen getroffen werden. Bereits im Frühjahr 2018 war es im Abflussbereich des Schwanenweihers zu einem Fischsterben gekommen, welches indirekt mit den geschilderten Gegebenheiten zusammenhing.


Karfreitag Fischessen

Das Karfreitag-Fischessen 2019

bereits die Wetterprognosen in der Vorbereitungsphase der diesjährigen Veranstaltung deuteten auf ein Fest der Superlative hin, woraufhin am Karfreitag vor Ort alle Erwartungen übertroffen wurden. Es waren zusätzliche Sitzgelegenheiten in den Zelten und im Freien geschaffen worden und ein riesiger Besucherandrang bestätigte die Notwendigkeit dieser Maßnahme. Bereits vor dem offiziellen Beginn (11.oo Uhr) fanden sich zahlreiche Gäste an der Weiheranlage ein, welche auch aus den benachbarten Ortschaften und aus Baden-Württemberg angereist waren. Nahezu alle äußerten sich sehr zufrieden mit dem kulinarischen Angebot und der frühsommerlichen Atmosphäre inmitten der Natur. Für die Vereins-verantwortlichen und Mitwirkenden bedeutete dieses Event wie in jedem Jahr einen riesigen organisatorischen Aufwand, der den Verein an die Grenzen seiner Möglichkeiten bringt. Dennoch waren schlussendlich alle zufrieden und sahen sich für ihr außerordentliches Engagement bestätigt. Der Verein bedankt sich auf diesem Weg bei allen Besuchern und Helfern, die gemeinsam zum Gelingen der Veranstaltung beitrugen. Einige Aufnahmen von Anette VÖLKEL bestätigen diese positiven Gesamteindrücke. Ihr findet sie im Bildarchiv 2019 unter Karfreitag Fischessen 2019.


Außergewöhnliche Feststellung

Eine Begegnung der besonderen Art hatte unser Gerätewart Thomas Völkel, als er bei einem Rundgang im Bereich des Erlenbaches, nahe bei der Autobahn A-65, auf diesen „Wasserbewohner“ traf. Da einige Bäche, die ebenfalls als Angelgewässer unseres Vereines dienen, bei der Berichterstattung zugegebenermaßen manchmal etwas zu kurz kommen, freut es uns ganz besonders, dieses Zusammentreffen zu dokumentieren. Gemächlich und unbeeindruckt vom Lärm der nahen Autobahn bewegt sich dieser Koi im Uferbereich und scheint sich dort sicher zu fühlen. Vermutlich gelangte er durch eine Aussetzung in den Bach und hat sich dort eingelebt, obwohl die dortigen Voraussetzungen nicht unbedingt als ideale Lebensgrundlagen für ihn anzusehen sind. Eigentlich liebt er tieferes und wohl auch saubereres Wasser, um sich wirklich wohl zu fühlen. Danke Thomas für diesen Hinweis auf eine Besonderheit in unserem Angelrevier.

Koi

Der Anfang ist gemacht

Erfreulicherweise fanden sich am bisher kältesten Tag des Monats April insgesamt 12 Helfer pünktlich am Weihergelände ein, um an den ersten Vorbereitungshandlungen für das diesjährige Karfreitag-Fischessen mit-zuwirken. UnterAnleitung unseres  „Baumeisters“ Harry Schmidt wurden mehrere Zelte aufgestellt, welche sowohl für die Besucher als auch die Vereinsverantwortlichen eine gewisse Wetterunabhängigkeit gewährleisten. Vertreten waren vor Ort alle Altersklassen und es war eine positive Energie bei den Anwesenden spürbar, die sich hoffentlich auch auf die Zukunft des Vereines auswirkt. Unsere Lichtbilder von Andreas Fremgen dokumentieren  den Aufwand im Vorfeld der Veranstaltung, welcher unter anderem durch den Verlust unserer Vereinshütte erforderlich wurde. Der einladende Charakter der Zelte und die Wetterprognose machen Hoffnung auf gute Resonanz bei der Bevölkerung. Über den Festverlauf berichten wir in der nächsten Ausgabe.


ASV-Informationen

- Es ist die Chronistenpflicht, dem Leser auch unerfreuliche Informationen nicht vorzuenthalten. Deswegen teilen wir mit, dass das in der vergangenen Woche präsentierte Schwanenpaar („Federvieh auf Abwegen“) nicht mehr anzutreffen ist. Das weibliche Tier starb Ende Februar (kurz nach Fertigung der Aufnahme) im Bereich des Polizeiweihers eines natürlichen Todes (Organversagen). Wie das Zusammenleben zwischen dem männlichen Trauerschwan und seinem weißen Artgenossen zukünftig aussehen wird, bleibt abzuwarten.

- Durch das Zusammenwirken der Stadt Kandel (Beigeordnete Monika Schmerbeck) mit dem ASV kam es in der11. Kalenderwoche zu einer Aktion am Polizeiweiher, bei welcher zahlreiche insektenfreundliche Sträucher und Büsche im Umfeld des Gewässers angepflanzt wurden. Zuvor hatte eine gemeinsame Begehung des Geländes mit städtischen Mitarbeitern und ASV-Verantwortlichen stattgefunden. Durch diese Maßnahme konnte die Uferstruktur verbessert werden und es wurden zusätzliche Beiträge zum Insektenschutz und Steigerung der optischen Attraktivität der Weiheranlage geleistet. Einige Aufnahmen diesbezüglich werden demnächst nachgereicht.


Umweltfrevel

Umweltfrevel

Global gesehen sind es derzeit unter anderem Schülergenerationen, welche auf der Straße gegen Klimaverschiebungen und Umweltzerstörungen protestieren. Individuell leistet das Foto unseres Freundes Anton Yves Dousset einen ähnlichen Beitrag. Es dokumentiert das Zusammentreffen eines Erdkrötenmännchens (?) mit einer leeren Wodka-Flasche am „hinteren Polizeiweiher“.

Es bleibt die Frage, warum sich die Kröte so sehr für die „menschliche Hinter-lassenschaft“ interessiert; vielleicht das Schimmern des Glases im Wasser oder die daraus resultierenden Lichtreflexe ? Auf jeden Fall mutet es tragikomisch an, dass diese Beeinträchtigung der Natur zu einer Irritation zu führen scheint, die uns alle etwas nachdenklicher stimmen sollte. Danke Anton, für diese eindrucksvolle Aufnahme.


Der 21. März, ein besonderes Datum

Der 21. März liegt hinter uns und damit das Endes des Winterhalbjahres.  Tag und Nacht waren gleich lang und jetzt beginnt die (hoffentlich) warme Jahreszeit nach einem Winter, der eigentlich keiner war. Naturfreunde und Angler sehnen das Frühjahr herbei. Ihnen allen widmet ein Hobbypoet das nachfolgende Gedicht:

Es tut sich was, an unserem Teich,

im Wasser sieht man Krötenlaich.

Zum Frühling ist´s wohl nicht mehr weit,

die Enten schwimmen schon zu zweit.

Und Fische, die ja wechselwarm,

sie sammeln sich bereits im Schwarm.

Bei Sonne fliegen schon Libellen,

sie spiegeln sanft sich in den Wellen.

Was kann man noch am Weiher sehen,

am Ufer hinten Reiher stehen.

Die Nutria dreht ihre Runden,

sie dauern manchmal ein paar Stunden.

Nur zögerlich nimmt man es wahr,

dass gestern alles anders war.

Dass die Natur, stets leise und sacht,

nach langem Stillstand ist erwacht.

 

Fritz Arnold

 


Ein Schelm wer Böses denkt

„Ein Schelm, wer Böses dabei denkt"

Dieser Spruch von König Edward III, der damit seiner Geliebten ein beim Tanz verlorenes Strumpfband zurückgegeben haben soll, lässt sich auch auf das grandiose Foto übertragen, welches eine frühjahrstypische Szene nach erfolgtem Nestbau an unserer Graureiherkolonie des Polizeiweihers aufzeigt. Dort sind aktuell die Balz- und Fortpflanzungsaktivitäten in vollem Gang und die ansonsten eher scheuen Tiere scheinen unbeeindruckt zu sein vom Beobachter. Hohe Konzentration und vielleicht auch ein wenig (neidvolle) Rivalität lassen sich aus der Darstellung interpretieren. Wir wünschen allen Beteiligten gutes Gelingen und bedanken uns für die sehr professionelle Aufnahme von Frau Anke Schulz.


Es tut sich was

Wie schon angekündigt, bieten wir dem Leser einige Impressionen von den Aktivitäten des Vereins im Zusammenwirken mit der Stadt Kandel, welche der Renaturierung, der Verbesserung der Uferstruktur und der Optimierung des Gesamteindruckes unseres „Polizeiweihers“ dienen. Kniehohe Sträucher unterschiedlicher Art und mehrere Walnussbäume am westlichen Waldrand ergänzen die bisherige Vegetation und werden auch den Bedürfnissen der Insektenwelt gerecht, wofür wir uns bei der Beigeordneten Monika Schmerbeck und den Bediensteten des Städtischen Bauhofes herzlich bedanken. Gleiche Maßnahmen wurden auch am östlichen Ufer des Schwanenweihers initiiert, wodurch die Attraktivität des „Europäischen Kulturparks“ für den Besucher gesteigert werden konnte.

Es tut sich was

Seltenheit

Eine Seltenheit mal drei

Fast jeder Besucher des Polizeiweihers kennt unsere Einzelgänger-Nutria, manche nennen sie auch „Biberratte“, weil sie figürlich dem Biber ähnelt und sie anstelle des „Biber-Paddels“ einen schuppigen Rattenschwanz besitzt. Dieses Reviertier wohnt seit einigen Jahren an unserem Gewässer und nervt die Angler, da sie ihnen oftmals die Posen zerbeißt und auch vor dem Elektrokabel  des Wasserbelüfters nicht halt macht. Nutria waren bei uns eigentlich nicht heimisch; da sie jedoch in den vergangenen Jahrzehnten in Pelzfarmen gehalten wurden, kam es in Europa zu flächendeckenden Populationen dieses Invasors.

Eine Seltenheit stellt auch bei ihnen der sogenannt Albinismus dar, den es bei vielen Tieren oder Menschen gibt. Es handelt sich um einen Gendefekt, der zu einer Pigmentstörung bei der Färbung der Haut (des Felles, der Haare, der Augen …) führt. Am Flutgraben an der Lauterburger Straße, in Höhe der  Unterführung, sind zeitweise drei jüngere Albino-Nutria zu sehen, die hier das Licht der Welt erblickten. Im Internet wird bei Nagetieren eine Quote von 1.5oo genannt, weswegen wir durchaus von einer „Seltenheit mal 3“ sprechen dürfen. Unser Bild zeigt 2 Tiere dieser Familie.


Das lange Warten auf den Frühling

Wenn Dezember und Januar erst einmal überstanden sind, werden die (Kandeler) Angelfreunde zusehends nervöser und unruhiger. Immer häufiger überprüft man die Angelutensilien im Keller auf Funktionstüchtigkeit- und Vollständigkeit. Der Blick auf den Kalender weist auf wichtige Daten der neuen Angelsaison hin: Der Beginn des Forellenfischens, das eigentliche Anfischen, das legendäre „Karfreitag-Fischessen“ und das Ende der Artenschonzeiten werfen ihre Schatten voraus. Kürzere Nächte und gestiegene Temperaturen kommen hinzu. Tagträume stellen sich ein.

Bei einem Besuch des Polizeiweihers wird man dann aber von der Realität eingeholt. Vor den Erfolg haben die Götter den Schweiß gesetzt, das heißt ohne den einen oder anderen Arbeitseinsatz vor Ort wird es nicht gehen. Fast schon traditionell werden in Wintermonaten selbst dünne Eisschichten auf Festigkeit geprüft, indem alle möglichen Gegenstände darauf geworfen werden.  Äste, Flaschen, Fast-Food-Verpackungen und vieles andere werden auf diese Weise zu einem lästigen Ärgernis, mit dem man sich wohl abfinden muss. Wir hoffen, dass wir dafür durch ein angenehmes Angeljahr entschädigt werden. Unser Bild belegt diese Aussagen in Teilbereichen.

Das Warten auf den Frühling

Morgenstimmung

Morgenstimmung

Im Liedtext 455 des evangelischen Kirchgesangbuches wird sie literarisch beschrieben („Morgenlicht leuchtet …..“); musikalisch ist es Edvard Grieg, der ihr huldigt („Morgenstimmung, Peer Gynt“..). Wir bedanken uns herzlich bei Anton Yves Dousset aus Kandel, der an einem frühen Sonntagmorgen im Februar diese stimmungsvolle Aufnahme am Polizeiweiher fertigte. Eine märchenhaft strahlende Sonne spiegelt sich in unserem Gewässer und inspiriert den Besucher und Betrachter und lädt beide ein, sich als kleinen Teil dieser harmonisch erscheinenden Natur zu fühlen. Wir sollten gemeinsam alle Anstrengungen unternehmen, um ökologisch zu wirken und dem Artenerhalt zu dienen, damit wir und unsere Kinder auch in Zukunft solche Eindrücke genießen dürfen.


Einerseits - andererseits

War man im Dezember und Januar im Bereich der Otterbachwiesen westlich der Lauterburger Straße unterwegs, so fiel einem sofort die Reaktivierung des Grabens auf, welcher eine Verbindung zwischen Mühlbach in Höhe östlicher Seite des Schwimmbades und dem Otterbach östlich der Lauterburger Straße darstellt. Der passionierte Angler erkannte in dieser Situation spontan eine zusätzliche Möglichkeit, hier nach dem 16. März 2019 auf Forellenjagd gehen zu können, da diese unter anderem im Mühlbach eingesetzt wurden.

Bei genauerem Hinsehen stellt sich aber auch die Frage, ob es denn tatsächlich sinnvoll und wünschenswert erscheint, ein frühjahrstypisches Wasserauf-kommen so unkontrolliert und nah an die bebaute Örtlichkeit zu führen bzw. den sich dort befindlichen Wald fast komplett zu überfluten. Wie sich dieser Umstand auf den dortigen Baumbestand und die Tierwelt auswirkt, kann derzeit noch nicht beurteilt werden. Dieses Thema dürfte nicht nur in Anglerkreisen kontrovers diskutiert werden. Unser Lichtbild vermittelt einen Eindruck von dieser Situation.


Weihnachtsbaum

Geruhsame Feiertage

 

Mit diesem angelspezifischen Weihnachtsgruß der etwas anderen Art verabschiedet sich der ASV Kandel in die Weihnachtszeit und wünscht allen Mitgliedern und Freunden einige erholsame und stressfreie Ruhetage. Den aktiven Anglern sollte unser Baum Inspiration und Anregung sein, von einem hoffentlich erfolgreichen Angeljahr 2019 zu träumen und die anstehende „Winterschonzeit“ schadlos zu überstehen. In unserem Vereinsleben werden in der weiteren Zukunft personelle und organisatorische Veränderungen zu erwarten sein, weswegen wir jetzt schon auf die Mitglieder-versammlung am letzten Januarwochenende 2019 (Sonnabend) hinweisen. Bei dieser Gelegenheit werden die Verantwortlichen die möglichen Entwicklungen skizzieren.


Wie war zu Köln es doch vordem,
mit Heinzelmännchen so bequem!
Denn, war man faul, man legte sich,
hin auf die Bank und pflegte sich.

 

So oder ähnlich kennen wir die Geschichte der Heinzelmännchen aus Köln, die in den zurückliegenden Tagen auch in der Südpfalz aktiv wurden und den beliebten Treffpunkt am Polizeiweiher, die dortige Sitzgelegenheit, einer gründlichen Renovierung unterzogen. Unsere Bank, von vielen Erholungssuchenden regelmäßig genutzt, war in die Jahre gekommen und nicht zuletzt durch massiven Ameisenbefall in ihrer Stabilität gefährdet. Unser Lichtbild 1 belegt die desaströse Situation. Dies rief die Heinzelmännchen Christoph, Christian und Andreas auf den Plan, die in einer schweißtreibenden Aktion für eine Erneuerung sorgten. Wir danken ihnen sehr und weisen zugleich darauf hin, dass die Ameisen in ihrem „Insektenhotel“ lediglich eine Verlagerung von etwa 5 Metern in Kauf nehmen mussten, um weiterhin am Ufer des Angelwassers präsent sein zu können.


Angeln ist eine Leidenschaft

 (nicht ganz ernst gemeinte Gedanken zum neuen Jahr)

 

Zum Jahreswechsel finden in vielen Vereinen Sitzungen und Zusammenkünfte statt, bei denen Organisation oder Personalfragen besprochen und entschieden werden. Bekanntermaßen gilt nichts als so konstant und kontinuierlich wie Wandel und Veränderung. Was jedoch geschieht in dieser Zeit in den Köpfen derjenigen, die sich als Angler auf die neue Saison vorbereiten? Welche Motivation beseelt sie, was treibt sie an? Entsprechende Studien machen unterschiedlichste Charaktere bei den Petrijüngern aus:

 

-         Zunächst gibt es die sogenannten „Kochtopfangler“, die keine Fischart oder Mengenbeschränkung kennen; alles landet in der Kühltruhe oder im Kochtopf. Auf diese Weise werden Vereinsbeiträge kompensiert. Sie sind glücklicherweise in der Minderheit.

 

-         Kategorie 2 scheinen „Vereinsmeier“ oder gar diejenigen zu sein, die das Angeln und die Anwesenheit am Wasser als „Alibi“ nutzen, um zum Beispiel Alkohol zu konsumieren oder sich häuslichen Pflichten zu entziehen.

 

-         Noch nicht restlos erforscht ist die Gruppe der “Hightech-Angler“, die sich mittels „künstlicher Intelligenz“ Fangvorteile mit Wettbewerbscharakter versprechen. Elektronische Bissanzeiger und das Echolot am Smartphone lassen grüßen.

 

Wem diese Ausführungen aber zu kritisch erscheinen und er sich hierdurch in einer falschen Rolle wiederzufinden glaubt, der erfährt eine Genugtuung, wenn wir auf alle diejenigen Idealisten und Naturfreunde verweisen, die sich auf unterschiedlichste Weisen für die Ökologie und den Artenbestand einbringen. Kultivierende Gewässerpflege, Hegemaßnahmen, sinnvolle Vereinsaktivitäten und viele andere Schlagworte mehr sollten uns ein Leitmotiv dafür sein, auch im neuen Angeljahr mit Leidenschaft und Überzeugung unseren Interessen an einer halbwegs intakten Natur und Ökologie nachzugehen.


Etwas in Vergessenheit geraten

 

Es liegt in der Natur der Sache, dass bei Gesprächen am Angelweiher oder am Stammtisch immer wieder Gegebenheiten aus der Vergangenheit bzw. Vereinsgeschichte berichtet werden, welche die junge Anglergeneration nicht mehr kennen. Ein Beispiel hierfür ist der vielzitierte „Pfarrer CRONEIS Weiher“, an welchem unter anderem auch der legendäre Dr. OCHSENREITHER zu Lebzeiten fischte. Dieser sich nahe der Bahnlinie Kandel-Wörth befindliche Teich entstand wohl zeitgleich mit dem Bau der Bahnstrecke, etwa in den Jahren 1840 bis 1860.

 

Hintergrund könnten wohl Entwässerungsmaßnahmen beim Trassenbau in der Waldabteilung „Wiesengrund“ gewesen sein und einer der ersten Petrijünger an diesem Gewässer, der vor dem 1. Weltkrieg in Kandel tätige evangelische Pfarrer CRONEIS, fungierte als Namensgeber. Zwischenzeitlich hat der Weiher jedoch seine Bedeutung für den Angelsport verloren, weil er zeitweise austrocknet und er auch keine entsprechende Infrastruktur aufweist. Er wurde jedoch vor einigen Jahren durch die KV Germersheim renaturiert und zu einem Feuchtbiotop umgestaltet (durch den Biotop-Beauftragten Herrn KITT); als solches ist er gegenwärtig ökologisch wertvoll. Er dient als Anlaufstelle für Wild und ist Brutstätte von Wasservögeln. Weiterhin stellt er Lebensraum dar für verschiedene Amphibien-populationen. Unser Lichtbild vermittelt einen Eindruck von dieser natürlichen Idylle vor unserer Haustür. Für entsprechende Informationen bedanken wir uns bei den Herren FRITZSCHE (früherer Leiter des Fortsamtes Kandel) und Werner MÜHL, beide aus Kandel.

Pfarrer Croneis Weiher

Âm Tag als er Regen kam

Am Tag als der Regen kam, lang ersehnt, heiß erfleht.

 

 

Für Dalida, die dieses Gilbert Becaud Lied in den 60er Jahren sang, erfüllten sich mit dem Regen Träume und die Sehnsucht nach Liebe. Für die Naturfreunde brachte der 3. Dezember Erleichterung und Zufriedenheit, obwohl die durch lange Austrocknung entstandenen Schäden in der Natur derzeit noch nicht genau zu definieren sind. Der ASV Kandel hatte aufgrund bestimmter Aktivitäten eine geregelte Frischwasserzufuhr für seine Gewässer bewerkstelligt. Dennoch erfüllt es uns mit großer Freude und Genugtuung, wenn der Überlauf am Staubecken des Mühlbachs temperamentvoll schäumt und auch für das bloße Auge der mechanische Sauerstoff-eintrag in das Wasser erkennbar ist (siehe unser Bild). Unerwähnt sollte jedoch nicht bleiben, dass durch diese Wassermenge in Verbindung mit einem reaktivierten Flutgraben hinter dem Schwimmbad eine Überflutungssituation in dem dortigen Waldgelände, nahe der bebauten Örtlichkeit hinter der Elsässer Straße, verursacht wurde.


Blick in unser „Hinterzimmer“

Wenn von unserem Vereinsgewässer die Rede ist, so bezieht sich dieser Begriff zumeist auf den sogenannten „Polizeiweiher“; in selteneren Fällen wird damit auch der Schwanenweiher gemeint. Nicht alle wissen jedoch, dass sich hinter dem in südlicher Richtung verlaufenden Laichgraben noch ein Teich befindet, welcher für unsere Tierwelt zu einem „Rückzugsraum“ geworden ist. Sowohl die Enten als auch die Reiher halten sich dort oft über längere Zeiträume auf; der Eisvogel hat hier sein bevorzugtes Jagdrevier. Auch ein Teil der Fische zieht sich in dieses ruhige und weniger stark frequentierte Terrain zurück, um sich in den dortigen Ruhezonen von den zivilisatorischen Störungen im vorderen Bereich zu erholen. Weiterhin bedeutsam ist dieser Teil des Polizeiweihers durch den Umstand, dass hier eine direkte Verbindung zum Flutgraben besteht, wodurch der Wasserstand des gesamten Weihers reguliert wird. Unser Bild vermittelt einen Eindruck von der Ruhe in einer wild romantisch erscheinenden Landschaft.


Besatzmaßnahme 2018

In der 46. Kalenderwoche erfolgte eine Besatzmaßnahme in den Bächen unseres Vereins, wobei aufgrund einer Entscheidung des Ausschusses etwa 200 Kilo Bachforellen ausgesetzt wurden. Es handelt sich hierbei auch um ein beschlossenes Projekt, wodurch beabsichtigt wird, die teilweise noch untermaßigen Fische im hiesigen Bereich anzusiedeln, da die Bachforelle grundsätzlich als „standorttreu“ gilt. Diese Maßnahme wurde von Michael Jung, Andreas Fremgen und Harry Völkel begleitet bzw. initiiert.

Es wird ergänzend darauf hingewiesen, dass unsere Fließgewässer (Bäche) der sogenannten „Winterschonzeit“ unterliegen, welche gemäß dem rheinland-pfälzischen Fischereirecht bis einschließlich 15.03.2019  andauert. Frühestens am 16.03.2019 dürfen demnach nur die maßigen Fische gefangen werden!  Ebenso wird auf eine tägliche Fangbeschränkung von 2 Fischen aufmerksam gemacht. Es wird an die Einhaltung dieser Vorgaben und die Vernunft aller Angelfreunde appelliert, da nur dann eine Erfolgsaussicht für die Projektziele besteht. Unser Lichtbild lässt schemenhaft erahnen, dass sich die eingesetzten Tiere bereits in ihrem neuen Umfeld zurechtfinden.


Unruhe am Schwanenweiher

Seit dem vorletzten Montag bemerkt man an unserem Schwanenweiher eine andauernde Hektik und Unruhe, welche auf die Anwesenheit eines dort ausgesiedelten (weißen)Schwanenpaars zurückzuführen ist. Dieses wird vom bisherigen „Chef vor Ort“ (gemeint ist der schwarze Schwan) noch nicht akzeptiert und es kommt zu permanenten Revier- und Rangordnungskämpfen, die in Form von Flügelschlagen, Drohgebärden und wilden Verfolgungsjagden innerhalb und außerhalb des Wassers ausgelebt werden. Unser Bild zeigt einen solchen Moment, in welchem einer der Neu-Ankömmlinge aus dem Wasser gezwungen wird. Nach Darstellung fachkundiger Personen ist ein solches Verhalten jedoch normal und es wird bald friedlicher und harmonischer zugehen.


Der Eisvogel, eine sehenswerte Rarität

Es sind besondere Momente an unseren Gewässern, wenn man dort dem Eisvogel begegnet und man meist nur für kurze Augenblicke sein schillerndes Gefieder bewundern kann. An der Bauchseite braun und am Rücken überwiegend türkisfarben weist er die ideale Tarnung auf, wenn er zur Jagd ansitzt und dabei von oben oder unten mit dem jeweiligen Hintergrund übereinstimmt (Baumast oder Wasseroberfläche). Dieses Schmuckstück der Vogelwelt wurde von einem Naturkenner als „auffällig unauffällig“ beschrieben und er trifft damit den Nagel auf den Kopf. Auch die englische Bezeichnung „Kingfisher“ belegt die Besonderheit dieses kleinen Vogels, der schon mehrfach „Vogel des Jahres“ war. Am bemerkenswertesten erscheint aber das Brutpflegeverhalten in der Niströhre, wo die 6/7 Jungvögel, in einem Kreis stehend, auf Nahrung warten und nach einer erfolgten Fütterung sich um einen Standplatz weiterdrehen, damit der nächste an die Reihe kommt. Nach also 6/7 Beutefischchen beginnt das Procedere von vorn und man ist erstaunt über diese soziale Fürsorge und Gleichbehandlung, die man so nicht in allen Vogelnestern wahrnimmt. Für die gelungene Aufnahme am Geländer der Schwanenweiherbrücke bedanken wir uns bei Peter Arnold.

Eisvogel

 

 

Die nächsten Arbeitseinsätze finden wie folgt statt:

 

27.10.2018 - 8.30 Uhr - Heckenschnitt und Weiherpflege

03.11.2018 - 8.30 Uhr - Heckenschnitt und Weiherpflege

10.11.2018 - 8.30 Uhr - Heckenschnitt und Weiherpflege

 

Über eine große Anzahl von helfenden Händen wären wir dankbar.

 


Drama im Verborgenen

 

Nachdem die zurückliegenden Hitzewochen in unserem Verein davon geprägt waren, die Folgen der hohen Temperaturen und des Wassermangels in erträglichen Grenzen zu halten, erhielten unsere Bemühungen am Donnerstag, den 02.08.2018, einen massiven Rückschlag. Für uns alle überraschend wurde ein Fischsterben im sogenannten „Dörniggraben“ gemeldet, welcher den Graben entlang der Jahnstraße und die beiden Überläufe des Schwanenweihers  in Höhe des Ostufers unterirdisch zusammenführt. Am Auslauf wurden mehr als 1oo tote  Fische unterschiedlichster Art festgestellt, darunter Rotaugen, Brassen, Gründlinge und ein Zander. Dass eine solche Population in den Wasserläufen unter der Waldstraße vorhanden war, war nicht bekannt und von außen auch nicht erkennbar. Vermutlich sind die Tiere an Sauerstoffmangel verendet, weil infolge des vorherrschenden Wassermangels die Überläufe des Schwanenweihers kein Frischwasser mehr lieferten. Im Schwanenweiher selbst war der mechanische Sauerstoffeintrag durch die beiden Fontänen im täglichen Einsatz gewährleistet. Zusätzlich wurde nach dem Vorkommnis täglich Frischwasser aus den Hydranten zugeführt. Unser Bild vermittelt einen Eindruck von der traurigen Situation vor Ort, für welche kein menschliches Fehlverhalten oder Versäumnis ausgemacht werden kann.


Vorbeugender Gewässerschutz

 

In Anbetracht der zurückliegenden Hitzetage war es auch für die Stadt Kandel und den Angelsportverein unumgänglich, das Vereinsgewässer („Polizeiweiher“) vor einem „Umkippen“ bzw. einem drohenden Fischsterben zu schützen. Auch staatliche Gewässer und die Anlagen benachbarter Vereine befanden sich in vergleichbaren Situationen, wobei oftmals auch die Feuerwehren mit Frischwassereintrag nachhalfen. In unserem Fall sind es zwei sogenannte Wasserbelüfter, welche dafür sorgen, dass unter anderem durch einen intensiven Gasaustausch (mechanischer Sauerstoffeintrag und Entgasung) mittels Propellereinsatz auch eine Umwälzung stattfindet. So können Sauerstoffsättigungsgrad und Wassertemperatur gleichermaßen reguliert werden und gleichzeitig werden sauerstoffarme Gewässerzonen verhindert. Den an technischen Daten interessierten Lesern teilen wir mit, dass dieses Gerät etwa 3oo Kubikmeter Wasser pro Stunde bewegt und der Elektromotor nicht zu hören ist; wahrnehmbar ist lediglich das nicht unangenehme Rauschen und Plätschern des Wassers.

Wasserlüfter

Ente oder nicht?

Launige Natur

 

In den zurückliegenden Tagen wurden die Besucher des Polizeiweihers immer wieder auf das rätselhafte Verhalten einer einzelnen Stockente aufmerksam, welche  sich einen festen Platz am Ostufer des Weihers, nahe bei der dortigen „Rentnerbank“, gesucht hatte.  Sie ließ sich weder vertreiben noch anfüttern und begab sich vor den Augen der Beobachter auch nicht ins Wasser. War eine Erkrankung Ursache für dieses vermeintlich auffällige Verhalten?

Neugierig, wie  Angler nun einmal sind, gingen wir der Sache nach und stellten erleichtert fest, dass wir Opfer einer Augentäuschung geworden waren. Es handelte sich bei der „Ente“ um einen Teil einer Strauchwurzel, die als besondere Laune der Natur (fast) genau die Konturen einer sitzenden Ente aufwies. Somit sind wir alle um eine Erfahrung reicher und haben zudem ein natürliches Denkmal für die Stockentenpopulation unserer Gewässer erhalten.


Drei Mann in einem Boot...

 

heißt ein berühmter Unterhaltungsfilm aus den 6oer Jahren. Im Gegensatz dazu waren es auf dem Polizeiweiher jedoch nur 2 Bootbenutzer, die auch nicht zum reinen Vergnügen unterwegs waren. Im Rahmen eines Arbeitseinsatzes des Vereins wurde von Andreas und Christoph die Uferstruktur des Gewässers von der Wasserseite her kultiviert. Zahlreiche Äste und wucherndes Gestrüpp wurden beseitigt, so dass dem vertraglich vereinbarten Pflegeauftrag mit der Stadtverwaltung entsprochen  wurde und der einladende Charakter des Gewässerumfeldes aktualisiert werden konnte. Es bleibt festzustellen, dass beide das Nützliche mit dem Angenehmen verbanden, denn bei den vorherrschenden Temperaturen bereitete eine solche Bootsfahrt trotz aller Pflichten auch ein besonderes Vergnügen.

Zwei Mann in einem Boot

Lang, lang ist's her ...

 

40jähriges Vereinsjubiläum des ASV Kandel und Umgebung

Am 13.05.1978 erfolgte vor dem Vereinsregister die Aufnahme des ASV Kandel und Umgebung als eingetragener Verein für den Angelsport und seither entfalteten seine Mitglieder zahlreiche Unternehmungen und Aktionen zur Pflege und zum Erhalt ihres Freizeitvergnügens. Eine Nachschau  in die nur noch fragmentarisch erhaltenen Unterlagen und zahlreiche Thekengespräche mit den damaligen Initiatoren geben einen kleinen Einblick in eine aus heutiger Sicht heil und erlebenswert erscheinende Welt. Stellvertretend für alle damaligen Angelpioniere wird Peter Arnold genannt, der nach erfolgter Vereinsgründung die Funktion des Kassierers innehatte. Vor dem 13.05.1978 kam es  zu unzähligen Zusammenkünften im Vereinsheim des P-85, wo die Naturliebhaber bei ausgiebigem Weinschorle-Konsum über das Leben im und am Wasser philosophierten. Inspiriert durch ein Aquarium, in welchem  Fische aus unserer Region gehalten wurden (unter anderem kleine Barsche, kleine Hechte, kleinere Aale …), reifte schließlich der Entschluss, diese kleine Wasserwelt zu einer größeren werden zu lassen. Dies auch vor dem Hintergrund, dass die aufwändigen Aquariumskosten (Filter, Futterankauf …), welche von Peter Arnold verwaltet wurden, unzählige Würfelrunden zur Finanzierung voraussetzten.

So kam es letztendlich zur Vereinsgründung und man stand vor dem Problem, ein geeignetes Gewässer zu erhalten. Der heutige Polizeiweiher, der zum damaligen Zeitpunkt als Müllhalde zweckentfremdet worden war, wurde in aufwändiger Weise gereinigt und saniert; Wurzeln und störendes Gestrüpp mussten beseitigt werden, ehe der Weiher zu dem wurde, was er heute ist (besuchenswertes Areal mit Naherholungscharakter).

Rückblickend auf diese Anfangsphase des Vereinslebens und das damit verbundene Vereinsjubiläum denken wir an diese Initiatoren und danken Ihnen für Ihr damaliges Engagement. Es würde zu weit führen, sie alle hier namentlich zu erwähnen. Die Vereinsführung plant jedoch, alle diese „Männer der ersten Stunde“ persönlich anzuschreiben und sie für den 04.08.2018 zum Polizeiweiher einzuladen. An diesem Tag ist ein „Nachtangeln aller Aktiven (Erwachsene, Jugendliche) vorgesehen  und bei dieser Gelegenheit erfolgt eine kleine Ehrung mit Einladung zu einem Essen vor Ort.

Fritz Arnold für die Vorstandschaft des ASV Kandel


Bienenproblematik

 

Aktuell stellen die Naturschutzverbände einen drastischen Rückgang bei dem Insektenaufkommen fest, wobei insbesondere das Bekämpfen des Bienen-sterbens sich unter anderem auch im Koalitionsvertrag der Regierung niederschlug. Fehlende Nahrungsgrundlagen infolge von Monokulturen, Einsatz von Insektiziden und parasitäre Krankheitserreger dürften Hauptursachen für den Schwund sein, der sich natürlich auch auf das Bestäuben von Pflanzen und Obstbäumen nachteilig auswirkt.

Für unseren Verein stellt sich die Frage, wie auch bei uns ein Beitrag zur Besserung der Situation geleistet werden kann. Harry Völkel plant in diesem Zusammenhang einen aus Wildblumen bestehenden Uferstreifen an der Westseite des Polizeiweihers (Waldrand), was auch als kleiner Beitrag zur Bekämpfung einer europaweiten Problemsituation zu sehen ist. Auch könnte diese Pflanzaktion als die Erweiterung eines bescheidenen Ökosystems unter unserer Verantwortung verstanden werden.


Natur pur

Idylle vor der Haustür

 

Idylle wird auch beschrieben als die beschauliche und harmonische Darstellung der Natur oder einer bestimmten Landschaft, die bei dem Betrachter eine gewisse Zufriedenheit und harmonische Grundstimmung erzeugt. Hierbei spielt natürlich auch eine Rolle, wie sehr der Mensch in die natürliche Entwicklung eingreift. In unserem Beispiel sind es in erster Linie Harry und Thomas Völkel, die in ihrer Eigenschaft als Gewässer- bzw. Gerätewart das Umfeld des Polizeiweihers gestalten und für einen einladenden Charakter sorgen.  Dies führt dazu, dass unser Angelgewässer von vielen Gästen aufgesucht wird, die in dem Gelände ein „Naherholungsgebiet“ sehen und dieses Angebot nutzen. Zurückzuführen ist dieser Umstand auf eine vertragliche Vereinbarung des ASV mit der Stadt Kandel, das Umfeld des Weihers zu kultivieren und begehbar zu erhalten. Verliebte, gassigehende Hundefreunde, Naturfotografen und andersartig motivierte Besucher bedanken sich nicht selten bei den Vereins-verantwortlichen für diese kostenlose Serviceleistung. Unser Foto bestätigt diese Eindrücke von einem noch halbwegs intakten Ökosystem.


Königsfischen

 

Der Einladung zu unserem „Königsfischen“ am 16.06.2018 waren insgesamt 13  aktive Teilnehmer und etwa 30 interessierte Gäste gefolgt. Bei angenehmen Temperaturen und leicht wolkigem Himmel konnte man fast von idealen Voraussetzungen sprechen (von der unliebsamen Schnakenplage abgesehen).

So heiter wie das Wetter war die Stimmung bei den Anglern und mit verschiedenen Ködern und unterschiedlichen Angelmethoden wurde die inoffizielle Vereinsmeisterschaft angegangen. Im Verlauf des Wettbewerbs stellte sich jedoch Ernüchterung ein, denn ähnlich bescheiden wie die derzeitigen Verhältnisse im Verein (Infrastruktur, Besucheraufkommen ..) war die Beißlust der Fische. Sieger bei den Erwachsenen und somit Titelträger für ein Jahr wurde Thomas Völkel mit einem vorzeigbaren Rotauge. Bei den Jugendlichen hatte Christoph Trauth die Nase vorn, der ebenfalls mit einem Rotauge erfolgreich war. Der guten Stimmung tat das etwas dürftige Angel-ergebnis jedoch keinen Abbruch. Im Gegenteil. In der „dritten Halbzeit“ entschädigten die Kochkünste von Michael und Moni alle Anwesenden und daher bleibt das diesjährige „Königsfischen“ durch seine angenehme Atmosphäre allen in guter Erinnerung. Mit der gefüllten Schweinelende und den Beilagen (Pommes und Salat) wäre unser Chefkoch in der „Küchenschlacht“ bestimmt eine Runde weitergekommen.

Für den ASV Kandel : Fritz Arnold

Angelkönige Thomas Völkel (links) und Christoph Trauth (rechts) mit Vorstand Michael Jung (Mitte)

Der Angelsportverein Kandel teilt folgende Termine mit:

 

16.06.2018 „Königsfischen“ am Vereinsweiher, verbunden mit einer Einladung an die Öffentlichkeit

Samstag, 09.06.2018, Arbeitseinsatz, ab 08.30 Uhr

Samstag, 30.06.2018, Arbeitseinsatz, ab 08.30 Uhr

Ende Juli/Anfang August 2018, Vereinsausflug (wie unter TOP 3 beschrieben)

04.08.2018, Nachtangeln am Vereinsgewässer für alle Vereinsmitglieder (Aktive, Jugendliche ..)


 


Koi

Ein Gast aus dem fernen Osten

 

Eigentlich entspricht unser Schwanenweiher in Kandel nicht dem Lebensraum, den er sich wünscht und in welchem ideale Verhältnisse für ihn vorherrschen. Dennoch scheint er sich hier nicht ganz unwohl zu fühlen, was wegen seiner Körpergröße und seiner Zutraulichkeit vermutet werden kann.

Wünschenswert wären ihm tieferes und klareres Wasser (Bodenbeschaffenheit), wie er es in den japanischen Ziergärten, seiner eigentlichen Heimat, vorfinden würde. Die Rede ist von dem weißen Koi-Karpfen, den man bei sonnigem Wetter immer wieder im Bereich der Brücke am Kiosk beobachten kann. Dort weidet er Pflanzen ab bzw. wühlt im schlammigen Untergrund nach Kleinlebewesen. Zeitweise befindet er sich in Begleitung von Goldfischen und anderen Karpfen; manchmal ist er als Einzelgänger unterwegs.

Zur Herkunft kann gesagt werden, dass er vermutlich in den Weiher ausgesetzt wurde und seither von vielen Besuchern beobachtet und bewundert wird. Irgendwie gehört er für uns dazu und für alle diejenigen, die ihn noch nicht in Wirklichkeit sahen, präsentiert er sich heute im Bild.


Eingeschleppte Arten: Kalikokrebs

 

Die Fremden kommen! Oder sie sind sowieso schon da. Die Tier- und Pflanzenwelt im Land ist längst ein wildes Gemisch aus einheimischen und eingeschleppten Arten. Manche richten große Schäden an. Ihre Bekämpfung ist eine Sisyphos-Arbeit.

 

Karlsruhe

 

Hoppla, das sieht ja gar nicht gut aus. Die Brühe ist tiefbraun und schwappt träge vor sich hin. Das kleine Gewässer bei Rheinstetten (Kreis Karlsruhe) ist trübe. Und tot. Der aus den USA stammende Kalikokrebs hat sämtliches Leben dort kurz und klein gefressen. Er breitet sich in Baden-Württemberg rasant aus, und ist bereits ins benachbarte Rheinland-Pfalz eingewandert.

Eingeschleppt wurde er vermutlich von Soldaten der kanadischen Airbase, die einst auf dem Gelände des heutigen Baden-Airpark südwestlich von Rastatt stationiert waren. Jetzt ist er da. „Und wird wohl bleiben”, seufzt Biologie-Professor Andreas Martens von der Pädagogischen Hochschule (PH) Karlsruhe. Rund 120 000 Krebse hatte er mit Mitstreitern aus dem Gewässer gefischt - und dann aufgehört zu zählen. Den See hat er wegen seiner Farbe „Milchkaffee” genannt.

Eingeschleppte oder auch invasive Arten wie der Kalikokrebs machen gleich mehrfach Probleme. Sie breiten sich unkontrolliert aus und verdrängen einheimische Arten schlimmstenfalls komplett. „Die Krebse besetzen kleinere Stand- und Fließgewässer und fressen wirklich alles”, erläutert Nabu-Artenschutz-Experte Martin Klatt. „Am Ende bleibt von einem solchen Gewässer nur braune Brühe mit viel Schlamm.”


Entengesellschaft

Entengeschichten vom Polizeiweiher

Sie gehören zu fast jedem Gewässer in Europa wie das Bier zum Oktoberfest. Die Rede ist von der Stockente (früher auch Märzente genannt), die als sogenannter „Kulturfolger“ sich auch im Umfeld bewohnter Gegenden ansiedelt und fortpflanzt. An unserem Polizeiweiher werden sie derzeit nur sporadisch festgestellt, weil beispielsweise der Invasor „Nilgans“ sie zeitweilig vertreibt. Zwei Feststellungen in diesem Jahr erscheinen dem Naturfreund erwähnenswert:

-Anfang Juni wurde mehrfach eine Entenmutter gesichtet, die mit 8 Kindern am Uferrand unterwegs war (siehe Foto). Einige Tage war die Entengruppe aber verschwunden und wir hofften, dass das Feder-vieh nur vorübergehend einen Gewässerwechsel vornahm und wir ihm demnächst wieder begegnen. Mit Sommerbeginn (21. Juni) war es dann soweit; allerdings lebten nur noch 5 Entenküken, was wohl auf zahlreiche Fressfeinde zurückzuführen sein dürfte.

-Unser Gerätewart Thomas Völkel wurde auf eine Einzelente aufmerksam, welche sich unter einer Hecke versteckte, da sie sich in einer Angelschnur Beine und Flügel verheddert hatte. Mit selbstlosem Einsatz konnte er das Tier aus der Notlage befreien und wir appellieren vor diesem Hintergrund an alle Mitglieder des Vereines, sorgsamer mit den Angelutensilien (Schnur, Haken, Blei, Blechdosen…) vor Ort umzugehen, da leichtfertiges Zurücklassen zu Situationen führen kann, die einem verantwortungsvollen Verhalten in der Natur entgegenstehen.

Fritz Arnold


Maifeier

 

Die diesjährige Zusammenkunft am Polizeiweiher, um dort den Wonnemonat Mai standesgemäß zu begrüßen, macht die Vereinsführung von der Wetterlage abhängig. Bei angenehmen Verhältnissen wird gegen 17.oo Uhr ein kleiner Maibaum aufgestellt, dessen Beschaffung von Manfred Hoyer übernommen wird. Im kleinen Rahmen freuen wir uns auf diesen traditionellen Brauch und den damit verbundenen Imbiss.

Die Vorstandschaft des


Erdkrötennachwuchs im

Vereinsgewässer

 

In der Vorphase der Paarungsaktivitäten kommt es zu einem Zusammentreffen der Geschlechter am jeweiligen Laichgewässer, bei welchem ein erheblicher Überschuss an männlichen Teilnehmern feststellbar ist. Deswegen kommt es nicht selten zu einem Balzkonzert (auch in den Abendstunden), in welchem die rivalisierenden Männerkröten ihr Imponiergehabe ausleben. Dieser Situation begegnen einige besonders schlaue Exemplare der  Krötenmänner, indem sie bereits beim Anmarsch eine Partnerin  suchen und sich von diesem körperlich weit überlegebenen Weibchen zum Gewässer tragen lassen. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.

Am Ort des Geschehens selbst werden etwa 2-4 Meter lange Laichschnüre in 1o-12 Schüben produziert und in das Wasser eingebracht. Ein Krötenweibchen produziert zwischen 3ooo-6ooo Eiern, was die große Anzahl von späteren Kaulquappen nachvollziehbar macht. Nun hängt es von den Temperaturen ab, wie lange die Entwicklungsphase der Jungtiere andauert, bis es schließlich zu dem sogenannten „Froschregen" kommt, das heißt fast auf den Zeitpunkt genau verlassen alle kleinen Kröten das Wasser und springen lebensfroh und ohne Zieleorientierung durch die Gegend. Wir kennen dieses Szenario im Außenbereich unserer Anlage zur Genüge, wenn man aufpassen muss, diese kleinen Kreaturen nicht zu zertreten. Die angenehmen Temperaturen der zurückliegenden Tage förderten die Entwicklung der „Mollenköpfe“ erheblich, was auf unserem Foto nachvollzogen werden kann.

 

Fritz Arnold

Erdkrötennachwuchs

Volker Weber verstorben

 

Am 17.04.2018 verstarb unser langjähriges Mitglied der Vorstandschaft, Volker Weber, im Alter von 67 Jahren nach schwerer Erkrankung. Volker galt als ein Mann der ersten Stunde, das heißt er engagierte sich seit der Gründung des Vereins im Jahr 1978 ununterbrochen als Schriftführer bzw. Vereinssekretär, wodurch er große Anerkennung erlangte und sich durch seine Verlässlichkeit  als feste Größe in der Vereinsführung erwies. Sein freundliches Wesen und seine liebenswerte Konzilianz begründeten seine Beliebtheit. Er wird in unserem Vorstandsgremium eine bleibende Lücke hinterlassen. Die Mitglieder des ASV Kandel bewahren ihm ein ehrendes Andenken und trauern mit den Angehörigen in tiefer Verbundenheit.

Die Vorstandschaft des ASV


Reiher

Ruhestörung der besonderen Art am Polizeiweiher

 

Spaziergänger und Erholungssuchende im Bereich des Polizeiweihers werden bei ihrem Tun im Frühjahr nicht selten von schrillen Schreien und lautem Krächzen überrascht, wobei die Ursache  des Lärms nicht immer gleich festgestellt werden kann. Auch hilft ein Blick ins Unterholz und auf die benachbarten Sportplätze nicht weiter. Tatsächlich sind es die in den Baumkronen aufenthältlichen Graureiher, die am Waldrand des Stadions eine der größten Kolonien in Südwestdeutschland gegründet haben.

In den zurückliegenden Jahren konnten 14/15 Nester gezählt werden, die aber nicht sehr stabil konstruiert sind, da Graureiher erst im Verlauf der Evolution ihren Wohnsitz in die „oberen Etagen“ verlegten. Sie sind demnach keine besonderen Baumeister unter den Vögeln. Vor diesem Hintergrund wird bei jedem Ast oder Baumaterial lautstark gestritten und palavert, welches von einem Reiher in die Kolonie eingeflogen wird. So erklärt sich das hysterische Lärmen, was mit Beginn des Frühsommers wieder abebbt. Dann setzen die Brutaktivitäten ein, die je nach Lage der Dinge (Wetterverhältnisse ….) aber oftmals große Ausfallraten aufweisen.

Vielleicht hätte der Reiher mit „den Füßen auf dem Boden bleiben“ sollen, zumal er in unserer Gegend wenig Fressfeinde hat bzw. er seiner Lieblingsspeise (Fische und Erdkröten aus dem Polizeiweiher) näher wäre.


Hochzeitsgesellschaft am Polizeiweiher

 

Da die Hauptdarsteller unserer Ausführungen bei den meisten Menschen wenig Sympathie genießen, zeitweilig sogar offene Ablehnung erfahren, halten wir es für sinnvoll, diese etwas genauer vorzustellen. Die Erdkröte ist eine der häufigsten Amphibienarten im gesamten mittleren Europa und kann als „Kulturfolger" bezeichnet werden. Dieser Begriff beinhaltet die Fähigkeit und Bereitschaft, sich kulturellen Entwicklungen anzupassen, weswegen man sie unter anderem in Hinterhöfen, Schrebergärten, Ruinen  und sogar auf Friedhöfen antreffen kann. Für unsere Wohnsituation in der Kandeler Siedlung bleibt anzumerken, dass auch die nicht ganz seltenen „feuchten Keller" idealen Lebensraum für die wechselwarmen und nachtaktiven Tiere darstellen. Tagsüber verstecken sie sich oft unter Totholz, Steinen oder in selbst gefertigten Erdlöchern, da sie, entgegen oft geäußerter anderslautender Meinung, trotz ihrer Hautdrüsen und  einer damit verbunden Schutzfunktion (Ausstoß von giftigem Sekret) einige natürliche Feinde haben, die auch in unserem Terrain vorhanden sind (Graureiher, Ringelnatter,  Marder …).

In der Vorphase der Paarungsaktivitäten kommt es zu einem Zusammentreffen der Geschlechter am jeweiligen Laichgewässer, bei welchem ein erheblicher Überschuss an männlichen Teilnehmern feststellbar ist. Deswegen kommt es nicht selten zu einem Balzkonzert (auch in den Abendstunden), in welchem die rivalisierenden Männerkröten ihr Imponiergehabe ausleben. Dieser Situation begegnen einige besonders schlaue Exemplare der Gattung Krötenmann, indem sie bereits beim Anmarsch eine Partnerin  suchen und sich von diesem körperlich weit überlegebenen Weibchen zum Gewässer tragen lassen. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt. Am Ort des Geschehens selbst werden etwa 2-4 Meter lange Laichschnüre in 1o-12 Schüben produziert und in das Wasser eingebracht. Ein Krötenweibchen produziert zwischen 3ooo-6ooo Eiern, was die große Anzahl von späteren Kaulquappen nachvollziehbar macht. Nun hängt es von den Temperaturen ab, wie lange die Entwicklungsphase der Jungtiere andauert, bis es schließlich zu dem sogenannten „Froschregen" kommt, das heißt fast auf den Zeitpunkt genau verlassen alle kleinen Kröten das Wasser und springen lebensfroh und ohne Zieleorientierung durch die Gegend. Wir kennen dieses Szenario im Außenbereich unserer Anlage zur Genüge, wenn man aufpassen muss, diese kleinen Kreaturen nicht zu zertreten.

Krötenhochzeit

Fischabesatz 2018

Fischbesatz für 2018

 

Am 14.04.2018, gegen 11.00 Uhr, erfolgte am Angelweiher des ASV Kandel die zweite Stufe der diesjährigen Besatzmaßnahmen.

An  diesem sonnigen Vormittag etwa 3o Kilo (fangfähige) Schleien und etwa 4o Kilo Rotaugen und Rotfedern, 2-3 sömmerig, in ihre neue Umgebung eingebracht. Diese Maßnahme wurde von Michael Jung (Minderslachen) und Harry Völkel als Gewässerwart durchgeführt. Innerhalb der ersten drei Tage waren keine Verluste erkennbar.

Die Fische stammten von einer Fischzuchtfirma aus dem Bereich Offenburg/Baden-Württemberg und die Lieferung erfolgte kurzfristig, weswegen die Maßnahme zuvor nicht bekanntgegeben werden konnte. Mit dieser Aktion wurden die Besatzmaßnahmen für das laufende Jahr abgeschlossen.

Ggfs. wird im anstehenden Herbst ein Termin festgelegt, an welchem die nächstjährigen Besatz-Aktivitäten durchgeführt werden; recht-zeitige Bekanntgabe ist beabsichtigt.

Bilder im Bildarchiv 2018.

Fritz Arnold


 

Nachgeholtes Anfischen 2018

 

Das am 18.03.2018 aufgrund der Minustemperaturen ausgefallene „Anfischen“ wurde am 22.04.2018 nachgeholt, wobei die Voraussetzungen hierfür nahezu ideal waren.

Bei strahlender Sonne, fast war es zu hell und zu warm zum Fischen, fanden sich etwa 15 Angler aller Altersklassen am Gewässer ein und bestritten mit unterschiedlichen Ködern und Angelmethoden den Saisonauftakt.

Besonders erfolgreich war an diesem Vormittag Andreas Kuntz, der mit großer Erfahrung antrat und (wie fast immer) einen Fisch nach dem anderen haken konnte. Unter anderem fing der Ligafischer zwei Karpfen, 2 größere Schleien, 2 große Brassen und mehrere kleinere Rotaugen und Rotfedern.

Auch die Laune bei den weniger erfolgreichen „Konkurrenten“ war ob der gelungenen Veranstaltung gut, zumal seitens der Vorstandschaft eine Gulaschsuppe angeboten wurde.

Einige Eindrücke vom ersten Angelevent der noch jungen Saison können aus den Lichtbildern von Andreas Fremgen ersehen werden, welche den Gute-Laune-Tag und die Outdoor-Atmosphäre nachvollziehbar machen. Viele Gespräche und mancher Erfahrungsaustausch zum Thema Angeln und Sonstiges ließen erkennen, dass die Mitglieder die Zukunft des Vereines mit Optimismus und Zuversicht angehen wollen.

Alle Bilder wie immer im Bildarchiv 2018.

Fritz Arnold


Froschregen

Ein Begriff für ein frühsommerliches Phänomen, dem man auch bei uns häufig begegnet, ohne ihm die nötige Aufmerksamkeit zu schenken. An unserem „Polizeiweiher“ findet dieses Spektakel jährlich statt und unser Gewässer- und Gerätewart Thomas Völkel reagierte in beispielhafter Weise auf diese Erscheinung, indem er die Mäharbeiten im Umfeld des Gewässers vorverlegte, damit die methamorphosierten Jungkröten nicht um ihr Leben fürchten müssen. Diese haben inzwischen in großer Zahl das Wasser verlassen und suchen im nahen Wald bzw. der benachbarten Siedlung ihre zukünftige Behausung. Dass viele auf diesem Weg zertreten oder von den hungrigen Graureihern unserer Kolonie gefressen werden, ist bedauerlich, entspricht aber den geltenden Naturgesetzen. Die nächste Krötenhochzeit kommt bestimmt, damit wohl auch der nächstjährige „Froschregen“.


Angelweiher

Still ruht der See …….

Der erste Novembersonntag, herbstliche Stille und wenig Bewegung im und am Wasser, leichter Dunst und fallende Blätter gemäß der Lyrik von Rilke. So könnte die Atmosphäre beim diesjährigen Abfischen am Polizeiweiher auf den Punkt gebracht werden. Eigentlich gutes Angelwetter und eine Natur, die sich auf die winterliche Ruhephase einzustellen scheint. Dennoch kann nicht unerwähnt bleiben, dass die eigentlichen Hauptpersonen an dieser Veranstaltung ausgeblieben sind. Es sind bedauerlicherweise kaum aktive Angler erschienen und somit endet das diesjährige Angeljahr mit einer enttäuschenden Resonanz für die Vereinsverantwortlichen. Ein Abfischen fand nicht statt. Den wenigen Besuchern vor Ort blieb als Trost ein Mittagessen in Form von Kesselfleisch, welches von Michael JUNG zubereitet worden war. Vielleicht wird im nächsten Jahr alles anders und besser. Bewahren wir uns diesen Zukunftsoptimismus.


Ein Dankeschön an die Stillen im Verein

 

Sie sind in jedem Verein und jeder Interessengruppierung unentbehrlich, denn sie agieren wirkungsvoll und zielgerichtet im Verborgenen und gewährleisten dadurch das Alltagsleben und den Fortbestand der Gemeinschaft. Die Rede ist von den vielen Ehrenamtlichen, die nach innen tätig werden, ohne besondere Außenwirkung zu entfalten. Eine solch verlässliche und treibende Kraft unseres ASV ist Monika JUNG, die regelmäßig Küchendienst beim Anglertreff leistet und auch für den Kuchen und Kaffee bei diesen Veranstaltungen sorgt. Stellvertretend für die fleißigen Helfer dieser Art bedanken wir uns bei Monika für ihre unermüdliche Mitwirkungsbereitschaft und freuen uns schon jetzt auf den nächsten Streuselkuchen.


Lebensader unserer Vereinsgewässer

Spontan empfindet man beim Betrachten der Aufnahme romantische Gefühle, welche nicht zuletzt auf die scheinbare Ruhe und die Sitzgelegenheit zurückzuführen sind. Die eigentliche Bedeutung und Aussagekraft des Bildes sind jedoch in der Darstellung des Grabens zu sehen, der in den zurückliegenden Wochen von existenzieller Bedeutung für unsere (beiden) Angelgewässer war. In der außergewöhnlichen Hitzeperiode wurde durch ihn ein Frischwasserzufluss in den Polizeiweiher gewährleistet, wodurch dort ein akuter Wassermangel verhindert werden konnte. Bekanntermaßen stellt der Graben eine Verbindung zwischen dem Mühlbach und den Vereinsgewässern her, weswegen wir in ihm durchaus eine Lebensader für die Populationen im und am Wasser sehen. Leider reichte die Wassermenge nicht aus, um auch noch einen „Überlauf“ im Schwanenweiher herbeizuführen, was das in Kalenderwoche 33 beschriebene Fischsterben zur Folge gehabt haben dürfte.


Geheimnisvolles Gitter

 

Tagtäglich passieren viele Menschen das Staubecken des Mühlbachs, welches sich links der Zufahrt zum Waldschwimmbad, in Höhe der Grillhütte, befindet. Nur wenige jedoch achten dabei auf den sich an der linken Betonwand unterhalb der Wasseroberfläche befindlichen rechteckigen Gitterrost, welcher für unsere Gewässer überlebens-wichtig ist. Dieser unscheinbare Schacht gewährleistet eine unterirdische Wasserzufuhr zu einem Graben, der im Bereich des Kletterparks beginnt und von dort direkt zum Polizeiweiher und in den Schwanenweiher führt. Ohne diese segensreiche Einrichtung gäbe es keinen direkten Kontakt zwischen Mühlbach und den beiden Teichen und die Frischwasserversorgung der Gewässer und die jeweilige Ökologie stünden in Frage. Unsere Aufnahme zeigt den Gitterrost exakt im Bildmittelpunkt, was der Bedeutung des Systems durchaus entspricht.