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Der ASV weist auf folgende Termine zum Jahresende hin:

 

-         Am Sonntag, 03.11.2019, findet am Polizeiweiher ab 08.30 Uhr das traditionelle Abfischen statt, zu welchem wir herzlich einladen. Der Jahreszeit entsprechend wird zum Mittagessen Kesselfleisch angeboten.

-         Am Samstag, 09.11.2019, 08.30 Uhr, findet am Polizeiweiher der letzte Arbeitseinsatz dieses Jahres statt, welcher sich auf Mäh- und Kultivierungs-arbeiten am Gewässer bezieht. Dies ist die letzte Gelegenheit für bestimmte Mitglieder, um die geforderten Arbeitsstunden für dieses Jahr einzubringen, worauf wir noch einmal ausdrücklich hinweisen.

-         Am Freitag, 15.11.2019, 17.00 Uhr, findet im P-82 Heim der nächste „Anglertreff“ statt. Der eigentliche Termin (01.11.2019) fällt wegen des Feiertages aus.

- Am Freitag, 06.12.2019, 17.oo Uhr, enthält der Anglertreff etwas vorweihnachtliche Stimmung im P-82 Vereinsheim. Für den 20.12.2019 ist kein Treff geplant, weil das Heim bereits für eine andere Veranstaltung verplant ist.

-         Ein besonderer Hinweis ergeht für Freitag, den 20.12.2019, weil an diesem Tag die Frist zur Abgabe der jährlichen Angelkarten abläuft. Diese müssen ausnahmslos (auch ohne Fangerfolge !) bis zu diesem Tag vorgelegt werden, um die bekannte Gebühr nicht entrichten zu müssen. Die Abgabe kann direkt bei den Vorstandsmitgliedern, dem „Anglertreff“ oder aber am Briefkasten des Vereinscontainers erfolgen.

Sollten sich innerhalb der kommenden Wochen weitere relevante Termine ergeben, so werden wir diese über die Medien nachsteuern.

Die Vorstandschaft des ASV Kandel

 


 

Farbenfrohe Flugkünstler

Man begegnet an den Fließgewässern des „Viehstrichs“ (Wiesental am nördlichen Bienwald) tagtäglich einer Menge unterschiedlichster Libellenarten und nehmen diese Artenvielfalt oftmals als selbstverständlich hin. In Wirklichkeit geht diese besondere ökologische Situation in der Bruchbach-Otterbach Niederung aber auch auf zielgerichtete Maßnahmen und Projekte zurück, welche seit Beginn der 9oer Jahre von Biologen und Interessen-verbänden in unserem Bereich initiiert wurden. Biotope wurden angelegt und Schutzmaßnahmen zum Erhalt der Lebensgrundlagen und zur Wiederansiedlung geschaffen. Somit wurden unsere Bäche zu einem wahren Paradies für Freunde, Anhänger und Biologen, die sich mit dieser Insektenart beschäftigen.

 

Libelle

 

Details hierzu sind den einschlägigen Ausführungen im Internet zu entnehmen, denen zufolge bei uns mehr als 40 verschiedene Libellenarten vorhanden sind, welche in unterschiedlichsten Farbvariationen aufwarten. Unser Bild zeigt eine blaufarbene Libelle (Azurjungfer?), die sich am Ufer unseres Polizeiweihers präsentiert und die Sonne genießt.

Danke, Anke.

 


 

Eigentlich (k)ein Problem

Wenn man die kleine Biberratte (Nutria oder auch Sumpfbiber) gut versteckt im Uferbereich eines Gewässers aufspürt, wie es der Tierfotografin Anke Schulz hier sehr gut gelungen ist, so erscheint der kleine Nager durchaus possierlich und putzig.

Nutria

Nimmt er jedoch in einem bestimmten Bereich Überhand, weil die örtlichen Verhältnisse sehr seinen Lebensgrundlagen entsprechen, so kann man auch von einer Plage oder gar einem Problem sprechen. Derzeit sind mehrere Nutria-Familien an unseren beiden Stehgewässern aktiv, darüber hinaus auch in den Gräben bei den Lebensmittelmärkten. Nur bezogen auf den Polizeiweiher, der als eigentliches Angelgewässer unseres Vereins dient, sind zunächst die ökologischen Schäden bedeutsam. Noch vor wenigen Jahren hatten wir im sogenannten „Laichgraben“ ein Seerosenfeld, welches komplett abgeweidet wurde. Somit fehlen diese Rosen und auch andere Wasserpflanzen bei dem Laichvorgang, der Sauerstoffbildung und den Temperatur- bzw. Licht-verhältnissen des Wassers. Hinzu kommen großflächige Beschädigungen der Uferstruktur durch Aushöhlungen unterhalb der Wasseroberfläche, was (auch) für Besucher zu gefährlichen Situationen führen kann. Weiterhin werden Angler und Teichverantwortliche permanent genervt, weil Posen aus Balsaholz, Schläuche und Elektrokabel innerhalb und außerhalb des Wassers von den Nagern mit Vorliebe durchgebissen werden. Somit bleibt die Sympathie für diesen kleinen Invasor, wenn er sich denn zu stark vermehrt, zu relativieren.

 


Situationsbericht 3

Mit dem heutigen Vormittag wurde eine vollständige Beruhigung der Wasserlage an den Fließ- und Stehgewässern festgestellt, da der regenbedingte Zufluss der zurückliegenden Tage für ausreichende Frischwasserzufuhr sorgte. Das Defizit im „Polizeiweiher“ wurde ausgeglichen, der normale Wasserstand erreicht bzw. teilweise sogar leicht überschritten. Das zuführende Rohr (vom Verbindungsgraben kommend) befindet sich komplett unterhalb der Wasseroberfläche. Im Schwanenweiher wurde in den letzten Tagen regelmäßiger Überlauf in den Abflussgraben ausgemacht, was die Gefahr auf ein dortiges Fischsterben (analog dem letzten Jahr) minimiert.

Da die Wetterprognose für die kommenden Tage weiterhin sporadische Regenfälle beinhaltet, kann von einer Fortsetzung des Positiv-Trends ausgegangen werden. Die gegenwärtige Situation wird somit allen Interessenlagen im Sinne des Gemeinwohls gerecht.

Folgende stichwortartigen Anmerkungen aus Vollständigkeitsgründen:

- Das neu installierte Durchflussrohr an der Brücke zu den Fußballplätzen erweist sich als sinnvoll und sehr wirkungsvoll. Im Gegensatz zum letzten Jahr kam es bislang dort zu keinerlei Stauung bzw. Überflutung des Weges. Das letztjährige (durchgangsschwächere) Rohr machte eine mehrfache Beseitigung von Laub und Ästen täglich erforderlich.

- Im Bereich direkt hinter dem Stauwehr liegen aktuell einige starke Äste und Stämme, die vermehrt Laub und Unrat anstauen. Diese Situation ist ähnlich unansehnlich wie direkt hinter der Brücke des Dörnig-Grabens am Kletterpark. Dort wurden ebenfalls Äste und Bretter in das Bachbett geworfen. Eine Beseitigung wäre in kurzer Zeit möglich und scheint (auch) aus ästhetischen Gründen sinnvoll.

- Im Polizeiweiher wurden die Belüftungsmaßnahmen reduziert, da ein Austausch bzw. mechanischer Sauerstoffeintrag momentan nicht zwingend geboten scheinen.

Fritz Arnold (für den ASV Kandel)


Eindrucksvolles Farbenspiel

Zuletzt waren die fröhlichen Momente an den beiden Stehgewässern Schwanenweiher und „Polizeiweiher“ etwas seltener geworden, weil unter anderem die Perspektive auf eine geregelte Frischwasserzufuhr fehlte. Ausbleibender Regen (infolge Klimaverschiebung ?) und unterschiedliche Interessenlagen hatten zu Situationen (auch an vielen Bächen) geführt, denen nur durch gemeinsame Initiativen entgegengewirkt werden konnte. Vor diesem Hintergrund waren es oftmals nur „Momentaufnahmen“ in der Natur, die im Alltag zu Tagträumen verleiteten. Einen solchen zeigt das bunte Farbenspiel, welches von Christian Krumm im Bild festgehalten wurde. Unser sprühender Brunnen am Polizeiweiher trifft auf kräftige Herbstsonnenstrahlen und erzeugt einen märchenhaften Regenbogen. Jeder wirkliche Naturfreund genießt eine solche Impression.


Herbstlicher Schwanenweiher

Das für den Vormittag des 15.09.2019 anberaumte Hegefischen am Schwanenweiher, welches der Feststellung und Bestandsregulierung vorhandender Raubfische dienen sollte, fand nur mäßigen Anklang bei unseren Aktiven. Bei frühherbstlichem Dunst und angenehmen Altweibersommer-temperaturen präparierten 2 aktive und 2 jugendliche Angler ihre Fischfetzen mit intensiven Duftaromen, was den mehr als nur dezenten Knoblauchgeruch vor Ort erklärte. Etwa 2o interessierte Besucher beobachteten das Treiben am und im Wasser und wurden Zeuge, dass einige wunderschöne Spiegelkarpfen den Sinn der Veranstaltung wohl missverstanden hatten. Anstelle der Zander zeigten sie sich beißfreudig und nahmen die beschriebenen Köder dankbar an. Die Gewichtsskala reichte von 3, 4.5 bis zu 6,5 Kilogramm. Das jeweilige Heranführen der Tiere an den Kescher (sogenanntes „Drillen“), welches beispielhaft schonend und fachkundig ablief, wurde zu einer eindrucksvollen Demonstration für die anwesenden Angelfreunde.

In puncto Zanderbestand sind wir nun so klug wie zuvor. Dennoch war es eine Gelegenheit, in lockerer Weise angenehm am „Europäischen Kulturpark“ zu verweilen.


Situationsbericht 2

Am Nachmittag des 25.09.2019, gegen 16.30 Uhr, wurde im Bereich Stauwehr und Verbindungsgraben zu den beiden Stehgewässern festgestellt, dass aufgrund der (anderweitig offenbar ergiebigeren) Regenfälle der letzten Tage eine deutliche Entspannung bei der Frischwasserzufuhr durch den Mühlbach eingetreten ist. Am Stauwehr selbst befand sich die Wasseroberfläche zeitweise bis etwa 3/4 cm oberhalb der Marke des V-Ausschnittes am oberen Brett, was eine ausreichende Versorgung des Mühlbaches in direkter Richtung zum Otterbach gewährleistete. Zeitgleich reichten der entstandene Wasser-druck und die vorhandene Wassermenge aus, um auch das zum Verbindungs-graben führende (unterirdische) Rohr zu speisen. Diese Entwicklung in den letzten Tagen führte im Polizeiweiher zu einem Wasserstand, der den dortigen Indikator, das Verbindungsrohr zum Graben, etwa hälftig unter die Wasseroberfläche geraten ließ. Dieser Zustand kann durchaus als wünschenswert bzw. idealtypisch bezeichnet werden. Der positive Trend scheint sich derzeit (16.3o Uhr, 25.09.2019) noch fortzusetzen, die anhaltenden Regenfälle vorausgesetzt.

Das Foto zeigt das Stauwehr nach dem ersten Regentag und bereits zu diesem Zeitpunkt konnte davon ausgegangen werden, dass die Wassermenge ausreichen könnte, um auch den Schwanenweiher zeitweise zu speisen. Dies geschieht auch gegenwärtig noch temporär.

Fritz ARNOLD (für den ASV Kandel)


Ein fast vergessener Fisch

In den zurückliegenden Wochen drehten sich unsere Ausführungen zumeist um naturschutzrechtliche (artenschutzrechtliche) Belange, da diese Themen durch die wasserarme Lage an unseren Gewässern aktuell geworden waren. Im Mittelpunkt standen oft die Süßwassermuscheln (Najaden). Heute nun weisen wir auf einen selten gewordenen Grundfisch hin, den sogenannten Gründling („Gobio Gobio“ oder in der Pfalz besser bekannt als „Gresse“). Dieses bemerkenswerte Tier ist in seinem Bestand derzeit nicht gefährdet; dennoch findet man in nur sporadisch in sandigen Fließgewässern, wo er überwiegend am Boden lebt. Er besitzt ein wunderschön metallisch schimmerndes Schuppenbild und zwei Barteln, die ihn als der Karpfenfamilie zugehörig ausweisen. Obwohl er nur von kleinem Wuchs ist, wurde er in der Vergangenheit auch als Speisefisch geschätzt. Die Mitglieder des ASV Kandel wurden bei einer Rettungsaktion Anfang August im Bereich Otterbach auf diesen Wasserbewohner aufmerksam, der in großer Zahl vor dem Erstickungstod gerettet werden konnte. Vor diesem Hintergrund weisen wir auf den liebenswerten Grundfisch hin, der in den zurückliegenden Jahrzehnten zunehmend in Vergessenheit geraten ist (wie auch andere Kleinfische aus unseren Flüssen und Bächen). Elritze und (dreistacheliger) Stichling lassen grüßen.


Gruppenarbeit (Teamwork)

Kollektiven Ehrgeiz und sehr viel handwerkliches Talent stellten unsere beiden Vorstände Christof und Andreas unter Beweis, die zusammen mit den beiden Youngsters Christoph und Niklas eine Samstag-Sonderschicht einlegten und die alte Bank an der Nordseite des Polizeiweihers durch eine Neukonstruktion ersetzten. Der bisherige Ruheplatz für zahlreiche Besucher war durch einen Ameisenstaat komplett ausgehöhlt und destabilisiert worden, was diese Aktion erforderlich machte. Unsere Aufnahme zeigt das müde aber zufriedene Quartett nach Beendigung der Arbeit und man fühlt sich ein wenig an Schillers Glocke erinnert: „Soll das Werk den Meister loben, doch der Segen kommt von oben“. Herzlichen Dank für Eure Mühe und die Bereitschaft, Euch für die Allgemeinheit einzubringen. Wir freuen uns auf gute Gespräche und kurz-weilige Aufenthalte an dieser beliebten Verweilstätte.


Ungewöhnliches vom Polizeiweiher

Anlässlich der Niedrigwassersituation Ende August  fand am Abend des 28.08.2019 eine Zusammenkunft mehrerer Vereinsmitglieder am Gewässer statt, um dort etwaigen Folgen der Problemlage entgegenzuwirken. Unter Einsatz von Watthosen suchen Christof und David den Uferbereich von der Seeseite her ab, wobei auch der geringe Wasserstand deutlich wurde.

Etwa 5 Meter vor dem nördlichen Ufer fanden sie dabei einen im Wasser liegenden Abfallkorb mit Metallgitter, welcher vor einigen Jahren vom Ufer verschwunden war. In diesem hielt sich ein kleiner Weißfisch auf, welcher in diesem Behältnis wohl vor Raubfischattacken sicher war. Der allseits bekannte Taucher in seinem „Haifischkäfig“ lässt grüßen. Unser Bild zeigt Christof und David im Wasser nach der Bergung des Abfallkorbes.

Eine zweite Feststellung erscheint von besonderer naturschutzrechtlicher Bedeutung, denn auf einem bereits (nahezu) trockenen Uferteilstück lagen mehrere Süßwassermuscheln (Najaden). Zwei davon lebten nicht mehr, eine war noch geschlossen und vital. Die Vorlage dieser Muscheln bei einem spezialisierten Diplombiologen ergab, dass es sich bei den beiden toten um sogenannte Malermuscheln (Unio pictorum) und der einen noch lebenden um eine „Aufgeblasene Flussmuschel“ (Unio tumidus) handelte. Letztere gilt nach der Roten Liste der Weichtiere Deutschlands von 2012 als stark gefährdet. Beide sind somit unbedingt schutzwürdig. Als dritte Najadenart wurde noch eine Gemeine Teichmuschel (Anodonda anatina) festgestellt, die in der deutschen Roten Liste auf der Vorwarnliste steht. Mit diesen Feststellungen hatten die Angehörigen des ASV Kandel nicht gerechnet.


Der Schwan, der keiner war

Vor einiger Zeit berichteten wir von einem jungen Federvieh, welches am Dierbach-Graben einsam angetroffen wurde und nach ornithologischer Inaugenscheinnahme an den Polizeiweiher umgesiedelt wurde. Zunächst hielt man dieses Jungtier für einen Schwan; Herkunft und Ausbrüte-Ort waren (sind) unklar. Im Verlauf der letzten Wochen verblieb der Wasservogel am Polizeiweiher und gewöhnte sich dort an die Anwesenheit von Besuchern und Anglern, von denen er auch Futter entgegennahm. Infolgedessen wuchs er ordentlich ab und es wurde immer deutlicher, dass das vermeintliche Schwanenkind mit einem Kanadagans-Küken verwechselt worden war (graubraunes Gefieder weisen beide im Jugendalter auf). Inzwischen  sind die Merkmale an Gefieder und Figur eindeutig einer Kanadagans zuzuordnen, was von zahlreichen Besuchern des Weihers bereits vor Wochen prognostiziert worden war. Warum dieser Einzelgänger auch aktuell von einer Gruppe Kanada-Gänse ausgegrenzt wurde, welche kurzzeitig am Weiher erschienen war, ist unklar. Er suchte den Kontakt mit der Gruppe, wurde dort aber nicht angenommen. Somit bleibt er uns als „Findelkind“ erhalten und von Insidern, die von der fehlerhaften Zuordnung zur Schwanenfamilie Kenntnis hatten, erhielt er den bedeutungsvollen Namen „Lohengrin“.


Gut Ding braucht Weile

Immer wieder konnte man in den zurückliegenden Wochen mehrere Vereinsmitglieder an unserem Container antreffen, welche mit Verkleidungs- und Verschönerungsmaßnahmen beschäftigt waren, nachdem von einer Fachfirma die Bedachung abgeschlossen worden war. Unter fachkundiger Leitung des früheren Vorstandes Harry Schmidt waren Michael Jung, Armin Keppel und Christoph Schmid aktiv und sorgten für einen richtigen „Hingucker“, indem sie den Stahlcontainer durch Holzverkleidung optisch aufwerteten. Die Streicharbeiten wurden von Niklas Koch, David Wittek und Christian Krumm übernommen.  Unser Bild zeigt das erfahrene „Handwerker-Kollektiv“ bei der Arbeit;  der Verpackungskünstler „Christo“ würde vor Neid erblassen



Geringe Beteiligung an unserer Doppelveranstaltung

Kurz vor dem diesjährigen Ferienende fand unser traditionelles Nachtangeln für Jungangler statt, welches in diesem Jahr mit dem sogenannten „Mondscheinfischen“ verbunden wurde. Trotz entsprechender Bewerbung fand dieses Ereignis wenig Zuspruch bei unseren Mitgliedern. Im Verlauf des Nachmittages erschienen etwa 15 Freunde und Besucher am Weiher, an der nächtlichen Fischwaid nahmen nur David und Niklas teil. Sie warteten lange auf einen Fangerfolg; dieser stellte sich erst kurz nach Mitternacht in Form eines etwa 7pfündigen Schuppenkarpfens ein. Damit hatte David den Jugend-Wanderpokal gewonnen. Das zurückhaltende Beißverhalten der Fische, welches auch von einigen Gastanglern aus Baden Württemberg bestätigt wurde, dürfte auf den aktuellen Temperaturrückgang zurückzuführen sein. Da das offizielle Ende der Veranstaltung auf etwa 01.00 Uhr terminiert wurde, erübrigte sich die Organisation eines Frühstücks für unsere beiden Jungs. Ein bisschen bedauerlich war das geringe Interesse schon, zumal das Terrain sich in gutem Zustand präsentierte und auch der Wettergott es gut mit uns meinte.


Engpass beseitigt

Ein Wechselbad der Gefühle erleben die Besucher des Waldweges zwischen dem „Polizeiweiher“ und dem „Kletterpark“ nicht selten, weil der parallel verlaufende Graben („Lebensader“ für die Gewässer) sich zeitweise in extremen Zuständen präsentiert. Aktuell führt er wetterbedingt und aufgrund der Mühlbach-Problematik nahezu kein Wasser, wodurch es zu keiner nennenswerten Frischwasserzufuhr kommt. Eine gegenteilige Situation erlebt man im Herbst bzw. Frühjahr, wenn es durch Laub und Geäst zu Verstopfungen der Brückenrohre kommt, was dann nicht selten eine Überschwemmung des  Weges zur Folge hat. Besonders betroffen hiervon war die Brücke des Weges, der von den Fußballplätzen in den Wald hineinführt. Diese neuralgische Örtlichkeit konnte jedoch „entschärft“ werden, da seitens der Stadt Kandel ein breites Rohr installiert wurde, welches größeren Durchfluss (und somit weniger Verstopfungsgefahr) gewährleistet. Das beigefügte Lichtbild bestätigt diese Aussage und bringt einen durchaus ästhetischen Charakter der neuen Anlage zum Ausdruck.


Dramatische Rettungsaktionen

Am Vormittag des 02.08.2019 stellten mehrere Personen fest, dass es sich direkt unter der Otterbachbrücke auf dem Radweg hinter der Autobahnbrücke in Fahrtrichtung Wörth bzw. einem Teilstück zwischen der Brücke und dem benachbarten Bahndamm zu einem drohenden Fischsterben gekommen war. Infolge fehlender Frischwasserzufuhr schnappten die Fische in den verbliebenen Löchern verzweifelt nach Sauerstoff, was bereits aus der Distanz erkennbar war. Vor Ort wurden unter anderem Döbel, Aale und weitere Weißfischarten festgestellt, die im schlammigen Terrain des Bachbettes zappelten und aufgrund dieser Situation keine Überlebensperspektive hatten. Nach Lagebewertung durch den KFI, die Feuerwehr Kandel und einem Mitarbeiter der Verbandsgemeinde wurde als Sofortmaßnahme eine Frischwasserzufuhr veranlasst, die sich sofort vorteilhaft auswirkte. Weiterhin wurde vor dem Bahndamm eine provisorische Wassersperre errichtet, die den sofortigen Ablauf des Wassers verhinderte. Somit war die unmittelbare Gefahrensituation beseitigt und es war allen Beteiligten klar, dass es sich nur um einen kurzfristigen Rettungsversuch handeln konnte.

Diese Annahme wurde am Vormittag des 04.08.2019 bestätigt,  da sich vor Ort der Wasservorrat erneut verringert hatte und es zu dramatischen Szenen in den Wasserlöchern kam. Zahlreiche Fische waren bereits erstickt und auch viele tote Muscheln konnten festgestellt werden. In einer personalintensiven Aktion, in welche fast die gesamte Vorstandschaft des ASV Kandel eingebunden war, wurden die Fische aus den Bachpfützen geschöpft und eimerweise in Frischwasserbereiche anderer Gewässer verbracht. Unsere Lichtbilder belegen die sehr problematische Situation vor Ort und das engagierte Wirken der Vereinsmitglieder, die an einem Sonntagnachmittag auch ein anderes Freizeitvergnügen hätten haben können.




Liebenswerte Impressionen vor Ort

In einem formidablen Zustand präsentiert sich derzeit unser Polizeiweiher, nachdem der Arbeitseinsatz vom 20. Juli eine unerwartete Resonanz bei den Mitgliedern gefunden hatte. Erwähnenswert in diesem Zusammenhang ist auch die erfolgte Bedachung unseres Containers, dessen provisorischer Charakter  damit beseitigt werden konnte. Weiterhin wurden Rasenpflege und Aufräumtätigkeiten durchgeführt, was zu einem besucherfreundlichen Gesamtbild unserer Weiheranlage führte. Wir wünschen allen Freunden des Terrains einen kurzweiligen und erholsamen Aufenthalt und bitten zugleich,  Verunreinigungen  und Hinterlassenschaften (Stichwort „Gassigehen“) möglichst zu vermeiden. Nur auf diese Weise kann der Status quo des kleinen  „Naherholungsarealserhalten und genossen werden.



Mein lieber Schwan

Mit dieser Formulierung drückt man umgangssprachlich Erstaunen, Bewunderung oder auch einen Überraschungseffekt aus. Dies geschieht derzeit häufig am westlichen Uferbereich unseres „Polizeiweihers“, wo sich seit einigen Wochen ein besonderer Besucher aufhält. Scheu und zurückhaltend versteckt er sich gern im Gras und den Hecken, um danach ausgedehnte Runden im Wasser zu drehen. Die Rede ist von einem jungen Schwan, den unter anderem unser Vorstand Christoph SCHMID am Dierbach-Graben antraf. Warum er sich von den Eltern alleingelassen dort aufhielt bzw. wo genau er ausgebrütet wurde, konnte bislang nicht festgestellt werden. Eine Rückfrage bei den Fachleuten der Ornithologie führte zu dem Vorschlag, ihn im Bereich des „Polizeiweihers“ anzusiedeln, da nicht absehbar war, wie der „Chef“ am Schwanenweiher, unser bekannter Trauerschwan „Rambo“, auf den Zuzug eines Artgenossen reagieren würde. Seither scheint es unserem neuen Freund am Polizeiweiher zu gefallen und davon abgesehen, dass er sich an einem Fuß eine kleinere Verletzung eingehandelt zu haben scheint, geht es ihm augenscheinlich gut. Wir wünschen ihm eine angenehme Zeit in seinem neuen Revier und werden seine weitere Entwicklung interessiert beobachten.


Ein zuverlässiger Indikator

Viele Besucher des Polizeiweihers laufen tagtäglich an einem Rohr vorbei, welches den vom Mühlbach kommenden Graben mit dem Angelgewässer verbindet. Dabei wird leicht übersehen, wie bedeutungsvoll und wichtig dieser Gegenstand für unsere Anlage ist. Zunächst wird hierdurch eine zumeist kontinuierliche Wasserzufuhr gewährleistet, was im Normalfall unauffällig und unspektakulär geschieht. Jetzt jedoch, in der beginnenden wasserarmen Zeit des Jahres , wird das Rohr zudem zu seinem wichtigen Indikator für fehlende Frischwasserzufuhr, weil es deutlich über die Wasseroberfläche herausragt. Dieser Umstand gibt zu erkennen, dass der Wasserspiegel des Polizeiweihers durch Verdunstung und Ablauf fällt und es somit zu einer Verschlechterung der Lebensbedingungen für die Tierwelt im Wasser kommt. Auch die beiden aktivierten Belüfter sind nicht in der Lage, das Ausbleiben von Frischwasser zu kompensieren, weswegen alle Verantwortlichen in Verein und Allgemeinheit darum bemüht sein sollten, im Rahmen ihrer Möglichkeiten dieser Situation entgegenzuwirken. In diesem Zusammenhang spielt natürlich auch die hinlänglich bekannte „Mühlbach-Problematik“ eine wesentlich Rolle, welche bereits in zahlreichen Schriftsätzen und Initiativen angegangen wurde.


Fell und Feder

In der frühen Morgendämmerung, wenn viele Besucher des Schwanenweihers noch am Kaffeetisch anzutreffen sind, kann man in der freien Natur durchaus interessante Motive finden. Insbesondere die Angler kennen solche Situationen, derentwegen auch spezielle Tier- und Naturfotografen oftmals früh aufstehen. In unserem Fall sehen wir in der Morgenfrische des Schwanenweihers zwei Invasoren an der kleinen Betoninsel, nämlich eine dort wohnende Nutria und mehrere Nilgänse. Somit kommt es zu einem Zusammentreffen von Fell- und Federtier und es scheint nur noch ein Schuppenträger zu fehlen. Dieser ist aber ebenfalls präsent, denn neben der Betonumrandung ist bei strahlender Sonne oftmals ein großer Sonnenbarsch zu erkennen, der sich hier ebenfalls wohl zu fühlen scheint. Dieser kleine Barsch, den man früher häufiger antreffen konnte und der auch als „Laichräuber“ berühmt ist, ist aufgrund seiner wunderschönen Farbenpracht ein Pendant zum Eisvogel und deswegen immer ein Wort der Bewunderung wert.


Verbesserung der Wasserqualität unserer Gewässer

Nachdem im letzten Jahr die Sauerstoffsättigung des Schwanenweihers durch einen fest bzw. halbjährlich installierten Wasserbelüfter gesteigert werden konnte, wurde eine solche Maßnahme auch für das anstehende Sommerhalbjahr 2019 für den „Polizeiweiher“ geplant. Durch einen Arbeitseinsatz am 08.06.2019 konnte die Infrastruktur für diese beiden Geräte geschaffen werden, welche  beide an der Ostseite des Weihers installiert wurden. Durch Umwälzung der Wasserschichten und Sauerstoffeinbringung werden hierbei auf Dauer bessere Lebensverhältnisse für die Wasserbewohner geschaffen. Als „Provisorium“ war einer der beiden Lüfter bereits im letzten Jahr im Einsatz, wodurch einer prekären Situation im Dürre-Sommer 2018 entgegengewirkt werden konnte. Unser Bild stammt noch aus dem letzten Jahr und zeigt einen dieser beiden Lüfter in voller Aktion.