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Wichtige anstehende Sommertermine des ASV Kandel

 

- Sonntag, 15.09.2019, 08.00 Uhr bis 11.00 Uhr. An diesem Sonntagvormittag ersetzt ein geplantes „Gemeinschaftsfischen“ am Schwanenweiher den Kirchgang. Diese Maßnahme dient der Feststellung und Regulierung des Raubfischbestandes im Weiher und es werden entsprechende Vorgaben gemacht. Jedes angelberechtigte Vereinsmitglied darf nur eine Handangel bzw. einen „Naturköder“ einsetzen; jeder Teilnehmer hat nur Anspruch auf einen Zander.

-Samstag, den 28.09.2019, 08.00 Uhr, mit offenem Ende. Ablassen des Wassers im Schwanenweiher mit anschließenden Hege- und Reinigungsmaßnahmen nach Vorgaben der Stadt Kandel.

Die Vereinsführung lädt zu diesen Terminen ein und bittet um Vormerkung. Wir erhoffen uns eine positive Resonanz bei den Angelfreunden.


Ungewöhnliches vom Polizeiweiher

Anlässlich der Niedrigwassersituation Ende August  fand am Abend des 28.08.2019 eine Zusammenkunft mehrerer Vereinsmitglieder am Gewässer statt, um dort etwaigen Folgen der Problemlage entgegenzuwirken. Unter Einsatz von Watthosen suchen Christof und David den Uferbereich von der Seeseite her ab, wobei auch der geringe Wasserstand deutlich wurde.

Etwa 5 Meter vor dem nördlichen Ufer fanden sie dabei einen im Wasser liegenden Abfallkorb mit Metallgitter, welcher vor einigen Jahren vom Ufer verschwunden war. In diesem hielt sich ein kleiner Weißfisch auf, welcher in diesem Behältnis wohl vor Raubfischattacken sicher war. Der allseits bekannte Taucher in seinem „Haifischkäfig“ lässt grüßen. Unser Bild zeigt Christof und David im Wasser nach der Bergung des Abfallkorbes.

Eine zweite Feststellung erscheint von besonderer naturschutzrechtlicher Bedeutung, denn auf einem bereits (nahezu) trockenen Uferteilstück lagen mehrere Süßwassermuscheln (Najaden). Zwei davon lebten nicht mehr, eine war noch geschlossen und vital. Die Vorlage dieser Muscheln bei einem spezialisierten Diplombiologen ergab, dass es sich bei den beiden toten um sogenannte Malermuscheln (Unio pictorum) und der einen noch lebenden um eine „Aufgeblasene Flussmuschel“ (Unio tumidus) handelte. Letztere gilt nach der Roten Liste der Weichtiere Deutschlands von 2012 als stark gefährdet. Beide sind somit unbedingt schutzwürdig. Als dritte Najadenart wurde noch eine Gemeine Teichmuschel (Anodonda anatina) festgestellt, die in der deutschen Roten Liste auf der Vorwarnliste steht. Mit diesen Feststellungen hatten die Angehörigen des ASV Kandel nicht gerechnet.


Der Schwan, der keiner war

Vor einiger Zeit berichteten wir von einem jungen Federvieh, welches am Dierbach-Graben einsam angetroffen wurde und nach ornithologischer Inaugenscheinnahme an den Polizeiweiher umgesiedelt wurde. Zunächst hielt man dieses Jungtier für einen Schwan; Herkunft und Ausbrüte-Ort waren (sind) unklar. Im Verlauf der letzten Wochen verblieb der Wasservogel am Polizeiweiher und gewöhnte sich dort an die Anwesenheit von Besuchern und Anglern, von denen er auch Futter entgegennahm. Infolgedessen wuchs er ordentlich ab und es wurde immer deutlicher, dass das vermeintliche Schwanenkind mit einem Kanadagans-Küken verwechselt worden war (graubraunes Gefieder weisen beide im Jugendalter auf). Inzwischen  sind die Merkmale an Gefieder und Figur eindeutig einer Kanadagans zuzuordnen, was von zahlreichen Besuchern des Weihers bereits vor Wochen prognostiziert worden war. Warum dieser Einzelgänger auch aktuell von einer Gruppe Kanada-Gänse ausgegrenzt wurde, welche kurzzeitig am Weiher erschienen war, ist unklar. Er suchte den Kontakt mit der Gruppe, wurde dort aber nicht angenommen. Somit bleibt er uns als „Findelkind“ erhalten und von Insidern, die von der fehlerhaften Zuordnung zur Schwanenfamilie Kenntnis hatten, erhielt er den bedeutungsvollen Namen „Lohengrin“.


Gut Ding braucht Weile

Immer wieder konnte man in den zurückliegenden Wochen mehrere Vereinsmitglieder an unserem Container antreffen, welche mit Verkleidungs- und Verschönerungsmaßnahmen beschäftigt waren, nachdem von einer Fachfirma die Bedachung abgeschlossen worden war. Unter fachkundiger Leitung des früheren Vorstandes Harry Schmidt waren Michael Jung, Armin Keppel und Christoph Schmid aktiv und sorgten für einen richtigen „Hingucker“, indem sie den Stahlcontainer durch Holzverkleidung optisch aufwerteten. Die Streicharbeiten wurden von Niklas Koch, David Wittek und Christian Krumm übernommen.  Unser Bild zeigt das erfahrene „Handwerker-Kollektiv“ bei der Arbeit;  der Verpackungskünstler „Christo“ würde vor Neid erblassen



Geringe Beteiligung an unserer Doppelveranstaltung

Kurz vor dem diesjährigen Ferienende fand unser traditionelles Nachtangeln für Jungangler statt, welches in diesem Jahr mit dem sogenannten „Mondscheinfischen“ verbunden wurde. Trotz entsprechender Bewerbung fand dieses Ereignis wenig Zuspruch bei unseren Mitgliedern. Im Verlauf des Nachmittages erschienen etwa 15 Freunde und Besucher am Weiher, an der nächtlichen Fischwaid nahmen nur David und Niklas teil. Sie warteten lange auf einen Fangerfolg; dieser stellte sich erst kurz nach Mitternacht in Form eines etwa 7pfündigen Schuppenkarpfens ein. Damit hatte David den Jugend-Wanderpokal gewonnen. Das zurückhaltende Beißverhalten der Fische, welches auch von einigen Gastanglern aus Baden Württemberg bestätigt wurde, dürfte auf den aktuellen Temperaturrückgang zurückzuführen sein. Da das offizielle Ende der Veranstaltung auf etwa 01.00 Uhr terminiert wurde, erübrigte sich die Organisation eines Frühstücks für unsere beiden Jungs. Ein bisschen bedauerlich war das geringe Interesse schon, zumal das Terrain sich in gutem Zustand präsentierte und auch der Wettergott es gut mit uns meinte.


Engpass beseitigt

Ein Wechselbad der Gefühle erleben die Besucher des Waldweges zwischen dem „Polizeiweiher“ und dem „Kletterpark“ nicht selten, weil der parallel verlaufende Graben („Lebensader“ für die Gewässer) sich zeitweise in extremen Zuständen präsentiert. Aktuell führt er wetterbedingt und aufgrund der Mühlbach-Problematik nahezu kein Wasser, wodurch es zu keiner nennenswerten Frischwasserzufuhr kommt. Eine gegenteilige Situation erlebt man im Herbst bzw. Frühjahr, wenn es durch Laub und Geäst zu Verstopfungen der Brückenrohre kommt, was dann nicht selten eine Überschwemmung des  Weges zur Folge hat. Besonders betroffen hiervon war die Brücke des Weges, der von den Fußballplätzen in den Wald hineinführt. Diese neuralgische Örtlichkeit konnte jedoch „entschärft“ werden, da seitens der Stadt Kandel ein breites Rohr installiert wurde, welches größeren Durchfluss (und somit weniger Verstopfungsgefahr) gewährleistet. Das beigefügte Lichtbild bestätigt diese Aussage und bringt einen durchaus ästhetischen Charakter der neuen Anlage zum Ausdruck.


Dramatische Rettungsaktionen

Am Vormittag des 02.08.2019 stellten mehrere Personen fest, dass es sich direkt unter der Otterbachbrücke auf dem Radweg hinter der Autobahnbrücke in Fahrtrichtung Wörth bzw. einem Teilstück zwischen der Brücke und dem benachbarten Bahndamm zu einem drohenden Fischsterben gekommen war. Infolge fehlender Frischwasserzufuhr schnappten die Fische in den verbliebenen Löchern verzweifelt nach Sauerstoff, was bereits aus der Distanz erkennbar war. Vor Ort wurden unter anderem Döbel, Aale und weitere Weißfischarten festgestellt, die im schlammigen Terrain des Bachbettes zappelten und aufgrund dieser Situation keine Überlebensperspektive hatten. Nach Lagebewertung durch den KFI, die Feuerwehr Kandel und einem Mitarbeiter der Verbandsgemeinde wurde als Sofortmaßnahme eine Frischwasserzufuhr veranlasst, die sich sofort vorteilhaft auswirkte. Weiterhin wurde vor dem Bahndamm eine provisorische Wassersperre errichtet, die den sofortigen Ablauf des Wassers verhinderte. Somit war die unmittelbare Gefahrensituation beseitigt und es war allen Beteiligten klar, dass es sich nur um einen kurzfristigen Rettungsversuch handeln konnte.

Diese Annahme wurde am Vormittag des 04.08.2019 bestätigt,  da sich vor Ort der Wasservorrat erneut verringert hatte und es zu dramatischen Szenen in den Wasserlöchern kam. Zahlreiche Fische waren bereits erstickt und auch viele tote Muscheln konnten festgestellt werden. In einer personalintensiven Aktion, in welche fast die gesamte Vorstandschaft des ASV Kandel eingebunden war, wurden die Fische aus den Bachpfützen geschöpft und eimerweise in Frischwasserbereiche anderer Gewässer verbracht. Unsere Lichtbilder belegen die sehr problematische Situation vor Ort und das engagierte Wirken der Vereinsmitglieder, die an einem Sonntagnachmittag auch ein anderes Freizeitvergnügen hätten haben können.




Liebenswerte Impressionen vor Ort

In einem formidablen Zustand präsentiert sich derzeit unser Polizeiweiher, nachdem der Arbeitseinsatz vom 20. Juli eine unerwartete Resonanz bei den Mitgliedern gefunden hatte. Erwähnenswert in diesem Zusammenhang ist auch die erfolgte Bedachung unseres Containers, dessen provisorischer Charakter  damit beseitigt werden konnte. Weiterhin wurden Rasenpflege und Aufräumtätigkeiten durchgeführt, was zu einem besucherfreundlichen Gesamtbild unserer Weiheranlage führte. Wir wünschen allen Freunden des Terrains einen kurzweiligen und erholsamen Aufenthalt und bitten zugleich,  Verunreinigungen  und Hinterlassenschaften (Stichwort „Gassigehen“) möglichst zu vermeiden. Nur auf diese Weise kann der Status quo des kleinen  „Naherholungsarealserhalten und genossen werden.



Mein lieber Schwan

Mit dieser Formulierung drückt man umgangssprachlich Erstaunen, Bewunderung oder auch einen Überraschungseffekt aus. Dies geschieht derzeit häufig am westlichen Uferbereich unseres „Polizeiweihers“, wo sich seit einigen Wochen ein besonderer Besucher aufhält. Scheu und zurückhaltend versteckt er sich gern im Gras und den Hecken, um danach ausgedehnte Runden im Wasser zu drehen. Die Rede ist von einem jungen Schwan, den unter anderem unser Vorstand Christoph SCHMID am Dierbach-Graben antraf. Warum er sich von den Eltern alleingelassen dort aufhielt bzw. wo genau er ausgebrütet wurde, konnte bislang nicht festgestellt werden. Eine Rückfrage bei den Fachleuten der Ornithologie führte zu dem Vorschlag, ihn im Bereich des „Polizeiweihers“ anzusiedeln, da nicht absehbar war, wie der „Chef“ am Schwanenweiher, unser bekannter Trauerschwan „Rambo“, auf den Zuzug eines Artgenossen reagieren würde. Seither scheint es unserem neuen Freund am Polizeiweiher zu gefallen und davon abgesehen, dass er sich an einem Fuß eine kleinere Verletzung eingehandelt zu haben scheint, geht es ihm augenscheinlich gut. Wir wünschen ihm eine angenehme Zeit in seinem neuen Revier und werden seine weitere Entwicklung interessiert beobachten.


Ein zuverlässiger Indikator

Viele Besucher des Polizeiweihers laufen tagtäglich an einem Rohr vorbei, welches den vom Mühlbach kommenden Graben mit dem Angelgewässer verbindet. Dabei wird leicht übersehen, wie bedeutungsvoll und wichtig dieser Gegenstand für unsere Anlage ist. Zunächst wird hierdurch eine zumeist kontinuierliche Wasserzufuhr gewährleistet, was im Normalfall unauffällig und unspektakulär geschieht. Jetzt jedoch, in der beginnenden wasserarmen Zeit des Jahres , wird das Rohr zudem zu seinem wichtigen Indikator für fehlende Frischwasserzufuhr, weil es deutlich über die Wasseroberfläche herausragt. Dieser Umstand gibt zu erkennen, dass der Wasserspiegel des Polizeiweihers durch Verdunstung und Ablauf fällt und es somit zu einer Verschlechterung der Lebensbedingungen für die Tierwelt im Wasser kommt. Auch die beiden aktivierten Belüfter sind nicht in der Lage, das Ausbleiben von Frischwasser zu kompensieren, weswegen alle Verantwortlichen in Verein und Allgemeinheit darum bemüht sein sollten, im Rahmen ihrer Möglichkeiten dieser Situation entgegenzuwirken. In diesem Zusammenhang spielt natürlich auch die hinlänglich bekannte „Mühlbach-Problematik“ eine wesentlich Rolle, welche bereits in zahlreichen Schriftsätzen und Initiativen angegangen wurde.


Fell und Feder

In der frühen Morgendämmerung, wenn viele Besucher des Schwanenweihers noch am Kaffeetisch anzutreffen sind, kann man in der freien Natur durchaus interessante Motive finden. Insbesondere die Angler kennen solche Situationen, derentwegen auch spezielle Tier- und Naturfotografen oftmals früh aufstehen. In unserem Fall sehen wir in der Morgenfrische des Schwanenweihers zwei Invasoren an der kleinen Betoninsel, nämlich eine dort wohnende Nutria und mehrere Nilgänse. Somit kommt es zu einem Zusammentreffen von Fell- und Federtier und es scheint nur noch ein Schuppenträger zu fehlen. Dieser ist aber ebenfalls präsent, denn neben der Betonumrandung ist bei strahlender Sonne oftmals ein großer Sonnenbarsch zu erkennen, der sich hier ebenfalls wohl zu fühlen scheint. Dieser kleine Barsch, den man früher häufiger antreffen konnte und der auch als „Laichräuber“ berühmt ist, ist aufgrund seiner wunderschönen Farbenpracht ein Pendant zum Eisvogel und deswegen immer ein Wort der Bewunderung wert.


Verbesserung der Wasserqualität unserer Gewässer

Nachdem im letzten Jahr die Sauerstoffsättigung des Schwanenweihers durch einen fest bzw. halbjährlich installierten Wasserbelüfter gesteigert werden konnte, wurde eine solche Maßnahme auch für das anstehende Sommerhalbjahr 2019 für den „Polizeiweiher“ geplant. Durch einen Arbeitseinsatz am 08.06.2019 konnte die Infrastruktur für diese beiden Geräte geschaffen werden, welche  beide an der Ostseite des Weihers installiert wurden. Durch Umwälzung der Wasserschichten und Sauerstoffeinbringung werden hierbei auf Dauer bessere Lebensverhältnisse für die Wasserbewohner geschaffen. Als „Provisorium“ war einer der beiden Lüfter bereits im letzten Jahr im Einsatz, wodurch einer prekären Situation im Dürre-Sommer 2018 entgegengewirkt werden konnte. Unser Bild stammt noch aus dem letzten Jahr und zeigt einen dieser beiden Lüfter in voller Aktion.